Wanderung 7: Immer am Wasser lang: Werder, Geltow, Baumgartenbrück, Pirschheide, Potsdam

Foto vom Havel-Radweg aus: Europaradweg, 66-Seen-Wanderweg in Potsdam-West
Der Europa- und Havelradweg ist teils auch der 66-Seen-Wanderweg

Wir wandern erst parallel zur Havel bis Geltow, dann auf Uferwegen am Schwielowsee, Petzinsee, Templiner See zum Hbf Potsdam

Gesamtlänge: 18 km (Strecke abkürzen: siehe unten)

Anmerkung: Diese Route ist nicht deckungsgleich mit dem Radwanderweg; sie verläuft so dicht am Wasser, wie es irgend geht – d.h. manche Streckenstücke sind zum Radeln eher suboptimal, aber zu Fuß prima.

Ab dem Bahnhof Werder wandern wir nicht zum Zentrum oder zur Insel Werder, sondern gleich westwärts zur Havel – und überqueren sie auf einer wundervollen neuen Fußgänger- und Radfahrer-Brücke.

Foto vom Westen her: Radfahrerbrücke über die Havel nahe Bahnhof Werder
Diese herrliche Radler- und Fußgängerbrücke über die Havel gibt´s noch nicht lange

Nach der Brücke geht´s zuerst durch eine nette Waldsiedlung namens Wildpark-West…

Foto vom Ufer her: Wildpark West (Potsdam), Bootsverleih und Steg
Steg am Ufer bei Wildpark West (Foto von Ende November)

…dann südwärts parallel zur Havel; einen Uferweg direkt am Wasser gibt´s hier erst mal nicht, aber doch den einen und anderen feinen Blick auf den Fluss, der hier so breit ist wie ein See.

Foto von der Havelpromenade in Wildpark West aus: Insel Werder, Havel
Blick von der Havelpromenade in Wildpark West zur Insel Werder
Foto von der Havelpromenade in Wildpark West aus: Insel Werder, Havel
…und ein Stück weiter südlich
Foto vom Radweg zwischen Wildpark West und Geltow
Zwischen Wildpark West und Geltow sind wir mal kurz auf einem Radweg – im Winter schön leer

Als nächstes erreichen wir eine Art Dorf, das zu Geltow gehört; der größte Teil von Geltow liegt westlich davon und sieht nicht dörflich, sondern städtisch aus. Wir wandern nur durch den kleinen Teil, der hübsch an der Havel liegt; wundervollerweise wurde hier auch noch ein Uferweg für Fußgänger angelegt, der zum Teil aus einem Holzsteg besteht:

Foto vom Holzsteg aus: Uferweg an der Havel in Geltow
Holzsteg und Uferweg an der Havel in Geltow
Foto vom Uferweg in Alt-Geltow aus: Grünfläche, Schutzhütte
Eine Schutzhütte und eine Bank gibt´s dort auch – prima für eine Pause
Foto vom Uferweg aus: Dorfkirche Geltow (Potsdam)
Vom Uferweg aus kann man auch die interessante Dorfkirche von Geltow sehen

Danach sind wir auf einem Weg namens Baumgartenbrück, der uns in die gleichnamige Gegend führt – ein größtenteils bewaldeter Landzipfel zwischen der Nordostseite des Schwielowsees und der Westseite vom Petzinsee. Dort entlang geht ein prima Radweg (gehört zum Europa- und zum Havelradweg), den man auch sehr gut wandern kann.
Wir unterqueren dabei die sog. Baumgartenbrücke; es lohnt sich, kurz hochzugehen auf die Brücke, denn von dort hat´s einen super Blick über die Havel und auf der anderen Seite über den Schwielowsee!

Foto vom Europaradweg aus: Radwanderweg R1 in Baumgartenbrück am Schwielowsee
Blick zurück auf die Brücke, die wir gerade unterquert haben; links der Schwielowsee, rechts unser toller Uferweg, und am Wegesrand nette Holzskulpturen
Foto vom Havelradweg aus: Baumgartenbrück, Schwielowsee
Hier in Baumgartenbrück verlaufen der Radweg und der Wanderweg am Schwielowsee

Direkt nach der Brücke kommen wir an einer sehr netten Gaststätte mit Biergarten vorbei; bei Google-Maps steht, diese habe dauerhaft geschlossen – ich hoffe mal, das gilt nur für den Winter.

Foto vom Havel-Radweg aus: Pension, Lokal / Gaststätte und Biergarten Baumgartenbrück am Schwielowsee
Die Gaststätte Baumgartenbrück ist eigentlich eine Pension

Richtung Petzinsee verlassen wir kurz den Radweg und gehen durch den Wald näher ans Wasser heran:

Baumgartenbrück, Wanderweg und Uferweg am Petzinsee
Unser Wald- und Uferweg am Petzinsee

Bald darauf sind wir auf einem Weg namens „Am Petzinsee“, an dessen Ende es nicht nur eine Badestelle gibt, sondern auch die Petzinseebrücke und eine Art überdachten Rastplatz mit ca. 8-10 Sitzplätzen, der sich für eine Pause mit Wasserblick anbietet.

Foto vom Ufer aus: Schutzhütte am Radweg am Petzinsee, Badestelle
An der Badestelle am Petzinsee (Nordufer) steht ein Pavillon mit Sitzgelegenheiten
Foto vom Ufer aus: Übergang zwischen Petzinsee und Templiner See, Wanderweg unter der Bahnbrücke
Auf dem Übergang zwischen Petzinsee und Templiner See

Genau dort beginnt der Templiner See, auf dessen Uferwegen wir bis Potsdam wandern; hierzu verlassen wir oft den Radwanderweg und nehmen Fußpfade, die direkt am Wasser verlaufen (was der Radweg nicht immer macht).

Templiner See, Uferweg und Wanderweg nahe Campingplatz
Zu Beispiel so sieht ein Wegstück am Ufer aus, das man zwar nicht gut radeln, aber prima wandern kann
Foto vom Ufer am Campingplatz aus: Templiner See, Bootsanlegeplatz, Holzkugel
Diese abgefahrene (betretbare!) Kugel aus sehr schön gearbeitetem Holz steht auf einem Bootsanlegeplatz am Templiner See
Foto vom Europa-Radweg und Havelradweg aus: Anlegestelle und Steg am Seehotel Seminaris, Potsdam
Anlegestelle der Fähre am Seehotel Seminaris, Potsdam
Foto vom Uferweg her: Pirschheide, Vereinshaus der Potsdamer Ruder-Gesellschaft
Am Vereinshaus der Potsdamer Ruder-Gesellschaft
Foto vom Europa-Radweg und Havelradeweg aus: Pavillon beim Kongresshotel Potsdam West
Der klasse Pavillon nahe dem Kongresshotel wird u.a. für Konzerte genutzt

Schräg gegenüber des Pavillons befindet sich ein ungewöhnliches Bauwerk. Es gehört zum ehemaligen Luftschiffhafen, ein gigantomanisches Projekt, das ab 1911 entstand und bereits 2 Jahre später als unrentabel wieder aufgegeben wurde – das Gelände und bestehende Bauten wurden erst militärisch genutzt und ab 1924 zum Land- und Wassersportplatz umgebaut. In diesem Zuge entstand 1025 das hier:

Potsdam West, Am Luftschiffhafen
Dieses alte Regattahaus diente erst als Ausflugsgaststätte und Organisationszentrale, dann als Sportlerheim. Seit der Wende ist es ungenutzt
Foto vom Havel-Radweg und 66-Seen-Wanderweg her: Aussichtspunkt am Reinhold-Moor-Ufer in Potsdam West
Aussichtspunkt am Reinhold-Moor-Ufer in Potsdam West
Fußgänger- und Radfahrersteg am Schafgraben und an der Havel Potsdam
Dort, wo der Schafgraben in die Havel fließt, geht ein Fußgänger- und Radfahrersteg scharf um die Ecke

Ungefähr ab diesem Fußgängersteg sind wir im zentraleren Potsdam…

Foto vom Havelradweg und Europa-Radweg aus: Park am Havelufer in Potsdam
Park am Havelufer

Ab hier könnten man theoretisch am Wasser lang bis zur Breiten Straße gehen und von dort zum Beispiel zur Fußgängerzone (Brandenburger Straße) – dort gibt es unzählige Möglichkeiten zur Einkehr. Meine Route zeigt aber einen „Geheimweg“ Richtung Bahnhof. Eine sehr lange Eisenbahnbrücke überspannt die ganze Neustädter Havelbucht und führt dabei auch über eine kleine Insel, die zwischen der Bucht und der Havel liegt: die Untere Planitz. Entlang dieser sog. „Planitzbrücke“ geht ein Fußgängerweg, der erst nördlich, dann südlich, dann nördlich, dann südlich der Brücke verläuft.

Foto von der Havel-Brücke (Planitzbrücke) an der Unteren Planitz aus: Havel, Potsdam
Der erste Teil der Planitzbrücke, und zwar zur Unteren Planitz
Foto von der Havel-Brücke an der Unteren Planitz aus: Hermannswerder, Potsdam
Von dort kann man wunderbar auf Hermannswerder schauen
Foto von der Havel-Brücke an der Unteren Planitz aus: Hermannswerder, Potsdam
Im Winter sieht es so aus…
Foto von der Havel-Brücke (Planitzbrücke) an der Unteren Planitz aus: Neustädter Havelbucht, Potsdam
Blick von der Nordseite der Planitzbrücke auf die Neustädter Havelbucht
Foto von der Brücke aus: Weg zur Unteren Planitz (Neustädter Havelbucht, Potsdam)
Brücke und Weg zwischen Unterer Planitz und Dortusstraße (Foto vom 28.12.)

Ganz kurz vor dem Bahnhof gehen wir noch über die Lange Brücke:

Foto von der Langen Brücke aus: Alte Fahrt (Nebenarm der Havel)
Blick von der Langen Brücke auf einen Arm der Havel, der „Alte Fahrt“ heißt

Streckenführung:
Bahnhof Werder (Havel) – Wildpark West – Geltow Dorf – Baumgartenbrück – Uferweg „Am Petzinsee“ – Entenufer / Schwanenufer (Templiner See) – „An der Pirschheide“ – Reinhold-Mohr-Ufer – Georg-Klingenberg-Ufer – Uferpark an der Havel (Potsdam) – Untere Planitz – Henning-von-Tresckow-Straße – Lange Brücke – Hauptbahnhof Potsdam

Strecke abkürzen:
Nur bis Bhf Potsdam-Pirschheide / Tram Bahnhof Pirschheide: 12,3 km; Tram Luftschiffhafen: 13,2 km; Tram „Im Bogen“: 13,5 km; Tram Kastanienallee: 14,4 km; Tram Schillerplatz: 14,8 km. All diese Haltestellen liegen nicht direkt an meiner Route, sondern erfordern einen kleinen Abzweig nach links!

Zur Karte:

Download file: W7-Bhf-Werder-Geltow-Potsdam.gpx

WICHTIG: Falls du meine Tour bei Komoot hochlädst, bitte stell sie dort nicht auf „öffentlich sichtbar“ – ich hab sie für Beste-Radtouren erarbeitet, nicht für Komoot.

© Beatrice Poschenrieder

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