NEUE TEILSTRECKE! Radtour 83: Speckgürtel-Ost: Bernau, Altlandsberg, Erkner, Gosen, Königs Wusterhausen

Diese 61-km-Tour zeigt dir vier interessante Städte im östlichen Speckgürtel von Berlin und streift dabei drei Landkreise*
* (die drei Landkreise sind: Barnim, Oder-Spree, Dahme-Spreewald)
Sehr gut bei Nordwind, gut bei Nordwest, Gesamtlänge: 61 km
Strecke abkürzen:
Erst ab Bahnhof Seefeld: 50,5 km
Nur bis S-Bahnhof Erkner: 38,5 km; erst ab Erkner: 23 km
Das hier war ursprünglich das vierte Teilstück von meiner 178 km-Challenge rund um Berlin, aber ich hab die Route in vieler Hinsicht geändert – zuletzt das ganze Stück zwischen Erkner (bzw. Woltersdorf) und Altlandsberg, weil ein Radfreund beklagte, dass die vorige Strecke dort zu viel Straßenverkehr enthielte. Meine neue Version ist 3 km länger, aber viel ruhiger und grüner (bitte beachte hierzu die Anmerkungen „zur Karte“ ganz unten!).
Weitere Änderungen hatte ich schon letztes Jahr eingefügt: Schlenker an den Seddinsee in Gosen und über die tolle neue Radfahrerbrücke dort, ferner eine weitere tolle Radfahrerbrücke zwischen Niederlehme/ Wildau und Königs Wusterhausen.
Über unseren Startpunkt, das schöne Bernau, habe ich schon im dritten Teilstück der Berlin-Rundroute berichtet (siehe Radtour 80). Falls du es noch nicht kennst, dann schau dir eventuell den Stadtkern an – er ist ganz nah am Bahnhof!
Die erste Etappe zwischen Bernau und Altlandsberg führt recht entspannt durch schöne Landschaft und ein paar Dörfer, etwa das niedliche Seefeld (das sogar einen eigenen Bahnhof besitzt!) und seinen Haussee inkl. Strand-Badestelle.



Kurz danach durchqueren wir das Minidorf Krummensee:

Und wiederum nur 3 km später erreichen wir die Kleinstadt Altlandsberg. Sie ist nachgerade hübsch; ich erlaube mir, aus der Webseite der „Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne“ zu zitieren:
«Der voll erhalten gebliebene Stadtkern des Ackerbürgerstädtchens ist von sanierten Bürgerhäusern und Gehöften aus dem 18. und 19. Jahrhundert geprägt. Ebenfalls gut erhalten ist die umgebende Stadtmauer mit Tortürmen aus dem 13. Jahrhundert. Die Wall- und Grabenanlagen werden heute als Park genutzt.»
Da musste ich erst mal nachschauen, was eine Ackerbürgerstadt ist: nämlich eine Stadt oder Gemeinde, deren Einwohner überwiegend Landwirtschaft betreiben und davon leben.
Dementsprechend gibt es in und um Altlandsberg etliche uralte Gehöfte und Scheunen – aber auch ein paar Sehenswürdigkeiten, die gar nicht bäuerlich wirken, wie etwa der wundervolle Bereich um das frühere Altlandsberger Schloss mit der Schlosskirche und dem neu gestalteten alten Gutshaus; auf meiner Route gibt es einen Abstecher auf dieses Gelände, das seit Jahren umgebaut und restauriert wird. Das ganze Ensemble sieht bereits jetzt sehr schön aus.




Eine Route mitten durch Altlandsberg findest du in der o.g. Radtour 76, mitsamt Fotos. Meine neue Strecke indes führt ab dem Schlossgut um die Stadt herum, überwiegend auf einem hübschen Weg durch einen Grünzug längs der alten Stadtmauer…

…und dann in eine ganz einsame grüne Gegend: „Wiesengrund“ – das ist ein Landschaftsschutzgebiet vom südlichen Rand Altlandsbergs bis zum Berliner Autobahnring nahe Neuenhagen. Mittendrin liegt ein winziger Ort namens Elisenhof mit einem sehr alten Gehöft.



Nach Neuenhagen und Bollensdorf erreichen wir Schöneiche bei Berlin…


…wo es mehrere Sehenswürdigkeiten gibt. Als erstes kommt der sog. Raufutterspeicher Schöneiche. Er wurde vermutlich um 1730 vom Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. angelegt für seine Kavallerie und ist das einzige Gebäude dieser Art in ganz Brandenburg. Raufutter ist Viehfutter, das reich an Rohfaser ist.

Als nächstes streifen wir den Schlosspark und die schöne Kirche dort:

Danach durchqueren wir Woltersdorf…

…und reiten vom Norden her in Erkner ein. Das ist zwar eine Stadt mit knapp 12.000 Einwohnern, aber es hat nur wenig Historisches. Das ist auch kein Wunder: Erkner war bis ungefähr 1930 ein sehr kleiner Ort und vor 1900 sogar nur ein kleines Dorf. Und von dem, was ab da aufgebaut wurde (an Häusern, Gebäuden usw.), hat der letzte Krieg 80 Prozent zerstört!
Immerhin gibt es die sehr schöne Genezareth-Kirche, das Gerhard-Hauptmann-Museum in einer tollen alten Villa und ein Rathaus aus der Gründerzeit. Und die Lage von Erkner ist schön, da von viel Wald und Wasser umgeben: Es liegt zwischen dem Dämeritzsee, dem Flakensee, dem Karutzsee und der Löcknitz.

Nach Erkner kommt meine Lieblingsetappe dieser Route, bis Königs Wusterhausen fast durchweg auf angenehmen Radwegen, und ich finde auch die Umgebung angenehm, Neu Zittau, Wernsdorf, Niederlehme und die Gegend dazwischen.

Ein paar Kilometer später biegen wir rechts ab nach Gosen. Das kleine Dorf liegt schön am Seddinsee:

Kurz vor dem nächsten Ort, Wernsdorf, überqueren wir den Oder-Spree-Kanal über eine neue tolle Radfahrerbrücke. Früher musste man dort über eine viel kleinere Brücke mit Treppenstufen und einer schmalen Schiene, um das Rad hoch und runter zu schieben; diese ist neben dem neuen Bau noch vorhanden.

Kurz nach der Brücke sind wir in Wernsdorf:

Ab Wernsdorf radeln wir östlich vom langgezogenen Krossinsee; ein echt tolles Strandbad gibt es genau mittig zwischen Wernsdorf und Ziegenhals. Ein Foto zu einem Teil dieser Badestelle gibt´s ganz oben, hier kommt noch ein Teil (sie ist echt groß!):

Ein Foto zum nördlichen Teil gibt´s in Radtour 4a!


Ein paar Kilometer später kommen wir am Wasserturm Niederlehme vorbei…

…und gleich danach über die zweite klasse Radwegbrücke – sie gehört zum Dahme-Radweg und war lange gesperrt wegen Restaurierungsarbeiten, jetzt endlich wieder offen:

Unser Endpunkt, Königs Wusterhausen, bietet durchaus auch Sehenswertes und Erwähnenswertes – siehe bei Radour 14a und bei Radtour 7a.



Grobe Streckenführung:
S-Bahn/ Bahnhof Bernau – Börnicke – Löhme – Seefeld – Krummensee – Altlandsberg – Elisenaue – Bollensdorf – Schöneiche – Woltersdorf – Erkner – Neu Zittau – Gosen – Wernsdorf – Ziegenhals – Niederlehme – Brückenstraße – Schlosspark KW – S-Bahn/ Bahnhof Königs Wusterhausen
Zur Karte:
Der erste Kilometer nach Altlandsberg Richtung Wiesengrund ist leider ein Schotterweg. Falls du Schotter hasst: Fahre im Ortsteil Friedrichslust, den wir auch durchqueren, links (südwärts) auf die August-Schmidt-Straße; sie mündet in einen Feldweg, der meist ganz ok zu radeln ist; immer geradeaus draufbleiben, dann stößt du nach 1 km wieder auf meine Route, und zwar dort, wo der Schotterweg nur noch ein paar Meter geht und dann zu einem guten Weg wird.
Hier die Navi-Datei:
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© Beatrice Poschenrieder