Radtour 136 / Wanderung 11: Spreewald-Rundkurs ab Lübbenau über Leipe, Burg-Kauper, Wotschofska
Dieser wundervolle Rundweg verbindet das lebendige Lübbenau mit dem „typischen“ Spreewald: Wasserreich, sehr grün, sehr ruhig

Gesamtlänge: 22,8 km (Strecke abkürzen: siehe unten)
Wichtige Info: Diese Rundtour eignet sich für einen Fahrradausflug wie auch zum Wandern, allerdings gibt es in der zweiten Hälfte ein paar (kleinere) Brücken, über die man sein Rad schieben oder tragen muss, und die Wege-Oberfläche ist z.T. nicht asphaltiert (u.a. ca. 3-4 km Plattenweg).
Und eine Anmerkung: Die meisten Fotos sind von Anfang März; ab April/Mai sieht natürlich alles noch viel schöner aus.
Vom Bahnhof aus steuern wir zwar zuerst die Poststraße an, die direkt ins Zentrum geht…

…aber Lübbenau mit dem Marktplatz und seinen vielen netten Lokalen durchqueren wir erst zum Schluss. Wir indes biegen rechts ab, um möglichst rasch zum Leiper Weg zu gelangen, der uns mitten in den Spreewald führt, wie man ihn sich vorstellt: Ganz viele kleine und größere Kanäle kreuz und quer durch eine sehr grüne Landschaft. Allerdings zu Beginn stoßen wir erst mal auf die Spree und deren Nebenkanäle, über die wir drübergucken können bis zum Schlossbezirk. Das Schloss kann man von hier aus nicht sehen, aber den schönen Marstall:



Bald darauf geht der Leiper Weg über in einen sehr langen Wander- und Radweg bis nach Leipe. Wichtig: Dieser Weg ist auch Teil des Gurken- und Spreeradwegs, d.h., Radler und Fußgänger sind hier gleichberechtigt! Daher habe ich die Route so herum gelegt, damit man diesen Teil schon vormittags absolvieren kann – da ist es deutlich ruhiger als z.B. an Wochenend-Nachmittagen.
Dieses Stück, knapp 4,5 km lang, ist auch in meiner Radtour 8 (und 8a) enthalten, weil es wunderschön ist; d.h., weitere Bilder findest du dort.





Leipe ist ein Mini-Dorf mit rund 100 Einwohnern, d.h., viel gibt es dort nicht zu sehen, aber immerhin ein bisschen Gastronomie – und natürlich Bootsfahrten und -verleih.

Der Gurkenradeweg biegt hier rechts (südostwärts) ab, wir nehmen den Spreeradweg, der uns nach Burg Kauper bringt, eine zur Gemeinde Burg gehörige Streusiedlung, was sich darin zeigt, dass es keinen richtigen Ort gibt, sondern ein paar verstreut liegende Einzelhöfe; sprich, wir treffen hier auf sehr wenig Besiedlung und sehr viel Natur.


Burg Kauper ist der östlichste Punkt auf unserer Route, d.h., ab hier geht’s wieder westwärts gen Lübbenau.

In dieser zweiten Hälfte unserer Tour treffen wir auf sehr wenig Menschen, abgesehen von ein paar Radlern und Wanderern, aber nach wie vor auf sehr viele Wasserläufe.

Unterbrochen wird unsere Tour nach 18 km auf angenehme Weise in Form eines sehr schönen alten Gasthofs mitten auf der Insel Wotschofska. Diese Insel liegt in einem feuchten Niemandsland, war vor 1911 nur schwerlich und nur auf dem Wasserweg erreichbar und daher zu Kriegszeiten ein Fluchtort für etliche Spreewälder.
1893/94 wurde dann die Gaststätte auf der Insel erbaut (Einweihung 1894) und 1911 ein Fußweg von Lübbenau dorthin eingerichtet, damit Gäste auch auf dem Landweg dorthin kommen konnten. Noch heute gibt es den „Wotschofska-Wanderweg“!
Das Gasthaus bietet drinnen und draußen eine überraschend vielfältige und bezahlbare Gastronomie, auch mit einigen warmen Speisen, und natürlich Eis und Kuchen.




Die letzten viereinhalb Kilometer gehen fast durchweg am Wasser lang (teilweise auch drüber).



Kurz vor Lübbenau befinden wir uns nördlich vom Schlossareal. Meine Route verläuft am Bürgerfließ und an der Spree entlang direkt ins Zentrum, du kannst aber auch bei Erlenhorst links abbiegen in den Schlosspark; von hier aus kommt man ebenfalls gut ins Zentrum.

Dort, wo der Wotschofskaweg endet und nach einer Spree-Brücke in die Spreestraße übergeht, beginnt Lübbenaus vielfältige Gastronomie; nach circa 200 m sind wir bereits mitten im Stadtkern und an der Sankt-Nikolai-Kirche, vor der sich ein sehenswertes Kunstwerk befindet…

…und in Spuckweite der nette Marktplatz mit seinen Lokalen und Läden:

Direkt vom Marktplatz geht die Poststraße ab, die uns nach 900 m zum Bahnhof bringt. Unterwegs gibt’s noch mehr Kunst zu bestaunen, unter anderem dies:

Eine Besichtigungsrunde durch Lübbenau findest du in Radtour 40!
Streckenführung:
Bahnhof Lübbenau – Dammstraße – Leiper Weg – Leipe – Burger Weg – Burg-Kauper – Waldschlösschenstraße – Polenzweg – Weg am Großen Fließ – Weg am Wehrkanal – Wotschofska – Weg am Rollkanal – Weg an der Kleinen Kossa – Erlenhorst – Lübbenau Spreestraße – Zentrum – Poststraße – Lübbenau Bhf
Strecke abkürzen:
Falls dir die Route zum Wandern zu weit ist, gibt´s z.B. am östlichen Ende der Waldschlösschenstraße (von unserer Route ca. 950 m entfernt) eine Bushaltestelle namens „Burg Wendenkönig“. Ab da verkehrt ein Bus nach Burg, und dort wiederum gehen Busse zu den Bahnhöfen Lübben und Vetschau. Der erstgenannte Bus fährt mitten in Burg hinein, die vorletzte Haltestelle („Burg Hafen“) und die letzte („Burg Bleske“) bieten vielfältige Gastronomie.
Zur Karte:
Sie enthält einen Mini-Abstecher zum Gasthaus Wotschofska.
Anmerkung: Eine der Brücken am Wotschofskaweg, die über den Lehder Fließ, war eine Zeitlang gesperrt, wurde aber recht zügig saniert und ist wieder offen!
Dringende Bitte zu den Navi-Daten: Veröffentliche sie nicht bei Komoot!!
© Beatrice Poschenrieder