Radtour 137: Kirschen- und Naturtour ab Holzdorf via Schönwalde, Luckau, Egsdorf nach Lübbenau
Auf dieser wunderschönen Route kommst du u.a. durch den Naturpark Niederlausitzer Landrücken und kannst Kirschen oder anderes Obst naschen

Sehr gut bei Westwind, okay bei Südwest; Gesamtlänge: 76 km
Anmerkung: Diese Fahrradtour habe ich am 7.6. gemacht, wo ein paar Kirschen der vielen frei stehenden Bäume schon gut essbar, die meisten aber noch nicht reif waren. Mitte Juni bis Anfang Juli ist die Ausbeute am besten.
Wir starten in Holzdorf, das zwar in Sachsen-Anhalt liegt, aber auch im Gebiet des VBB, d.h., du kannst VBB-Tickets nutzen. Das Fahrrad fährt in Sachsen-Anhalt eh kostenlos mit.
Wir radeln quer durch Holzdorf, das ein eher ruhiges Dorf ist; sehr viel zu sehen gibt es dort nicht, aber die Kirche finde ich recht ansehnlich:

Auf straßenbegleitenden Radwegen geht’s zum Dorf Brandis…

…und von dort auf eine 1-A-Fahrradstraße durch Felder und Wiesen:

Schönewalde ist klein und ebenfalls recht ruhig, so dass wir es rasch und entspannt durchqueren können.

Dann radeln wir auf verkehrsarmen Landstraßen durch die schöne grüne Landschaft des Fläming und durch sehr kleine, nette Dörfer.



Ich hätte auch einen Besuch der Stadt Dahme einbauen können, aber das habe ich ja bereits in den Radtouren 5, 5a und 74 gemacht, daher verläuft meine Route südlich von Dahme durch eine weiterhin sehr schöne, von Landwirtschaft geprägte Gegend. Immer wieder entzückt bin ich unter anderem von dem Stück kurz nach Schwebendorf, das zu jeder Jahreszeit anders aussieht:

Ab Rosenthal sind wir ein Weilchen auf einem südlichen Teil des Fläming-Skate, der in einem wilden Zickzackkurs nahe der Bundesstraße zwischen Dahme, Uckro und Luckau verläuft, die über keinen straßenbegleitenden Radweg verfügt. Finde ich gar nicht schlimm, denn dieser Zickzackkurs ist klasse und sehr abwechslungsreich!
Direkt nach Rosenthal kommt die erste Kirschenallee bzw. eine lange Reihe von Kirschbäumen; sie sind alle freistehend, d.h. ohne Zaun oder andere Zeichen von Zugehörigkeit zu einem bestimmten Hof, daher gehe ich davon aus, dass man sich hier frei bedienen darf:



Hier tauchen wir übrigens in den Naturpark Niederlausitzer Landrücken ein und befinden uns fast bis Lübbenau an seinem nördlichen Rand – und gleichzeitig im sog. Luckauer Becken, das innerhalb des Naturparks liegt. Letzteres ist ein 12.239 Hektar großes EU-Vogelschutzgebiet und einer der wichtigsten Sammel- und Rastplätze für Kraniche und nordische Gänse; ferner dient es dem besonderen Schutz von Schwarzkopfmöwe und Brachpieper.
Ab dem Dörfchen Falkenberg sind wir auf dem Radwanderweg namens Kranichtour:

Auf dem Heideweg zwischen Falkenberg und dem Höllberghof gibt´s die meisten Kirschbäume:

Überhaupt bietet diese Tour nicht nur Kirschbäume, sondern auch jede Menge andere herrenlose Obstbäume, die in den jeweiligen Reifezeiten zum Naschen einladen; und es sind natürlich öfter mal Kraniche zu sehen, wie auch andere Zug- und Greifvögel.
Kurz danach liegt links der Höllberghof; das ist ein großes Landwirtschaftsgut, u.a. ein Dreiseithof mit viel Drumherum. Gebaut und gestaltet wurde das Ganze nach einem 200 Jahre alten Vorbild aus Stein, Lehm, Holz, Schilf und Stroh. Die Anlage wird nicht nur bewirtschaftet, sondern ist auch Ort für Veranstaltungen (wie etwa jährlich wederkehrende Volksfeste), Brauchtumspflege, Lehre und Forschung.

Gut, dass meine Route so herum ist, denn wer von der anderen Seite (also vom Osten her) zum Höllberghof radelt, hat einen ziemlich heftigen Anstieg vor sich… den wir jetzt entspannt runterrollen.

Dann steuern wir Luckau an…

Diese Stadt könnte man zwar ebenfalls auf schönen Radwegen elegant umgehen, aber ich habe sie extra eingebaut, weil sie noch in keiner anderen Tour von mir drin ist und weil ich sie hübsch und angenehm finde; ein guter Ort für eine Pause und/oder Einkehr. Unser Weg führt direkt ins Zentrum, wo sich natürlich auch Gastronomie und die eine oder andere Bäckerei findet.
Ein besonderes Highlight ist diese Kirche, außen imposant und innen einfach nur „wow“ – unbedingt anschauen!





Aber auch der Markplatz mitsamt Rathaus und Georgenkapelle ist sehenswert:




Gleich nach Luckau durchqueren wir ein Dorf oder einen Vorort namens Cahnsdorf, wo wir wiederum auf eine Fahrradstraße abbiegen; diese ist zwar leider ein etwas rütteliger Plattenweg (wenn du das Foto vergrößerst, siehst du, was ich meine), und man könnte das ganze auch abkürzen, indem man einfach auf der Landstraße von Cahnsdorf nach Stöbritz radelt, aber die Gegend um diesen Plattenweg herum ist so bildhübsch und enthält zudem viele weitere freistehende Kirschbäume!

Außerdem landen wir am Ende direkt in Egsdorf, was ebenfalls ein wirklich bezaubernder Ort ist, gelegen am Stoßdorfer See, den wir zu einem Drittel umrunden; dort gibt es auch die eine oder andere Badestelle.


Ab Stöbritz radeln wir überwiegend auf feinen Fahrradstraßen…



…nach Klein Radden, von wo aus wir direkt unseren Zielort Lübbenau ansteuern. Der Bahnhof ist schnell erreicht, d.h., wir müssen dafür nicht durch die Stadt, aber falls du deren Flair und die reichhaltige Gastronomie genießen möchtest, dann findest du den Weg ins Zentrum in meiner Radtour 136.
Grobe Streckenführung:
Bahnhof Holzdorf – Brandis – Schönwalde – Freywalde – Rinow – Mehlsdorf – Karlsdorf – Bollensdorf – Schwebendorf – Rosenthal – Sieb – Kemlitz – Falkenberg – Höllberghof – Langengrassau – Luckau – Cahnsdorf – Egsdorf – Hindenberg – Klein Radden – Krimnitz – Lübbenau Bhf
Strecke abkürzen:
Nur bis Bahnhof Luckau-Uckro: 44,5 km (hierfür musst du ab Falkenberg nordostwärts bis Pickel, dann südostwärts nach Uckro)
Erst ab Bahnhof Luckau-Uckro: ca. 31,3 km (hierfür musst du ab dem Bahnhof südostwärts nach Langengrassau)
Zur Karte:
Sie enthält eine kleine Besichtigungsrunde im Zentrum von Luckau.
BITTE AN DICH: Ich habe diese Radtour mitsamt Navi-Daten für meine Webseite entwickelt, nicht für andere Radtouren-Webseiten; bitte stelle es dort auf „privat“!
© Beatrice Poschenrieder