Wanderung 12 ab Staaken: Hahneberg, Rieselfelder Karolinenhöhe, Gatow, Havelufer, Südpark, Spandau

Diese abwechslungsreiche Tour zeigt einen Berg, ein Landschaftsschutzgebiet, einen tollen Havel-Uferweg, zwei hübsche Parks und drei Seen!

Foto vom Wanderweg aus: Aussicht über die Havel vom Uferweg in Berlin-Gatow, am anderen Ufer der Grunewaldturm
Ausblick vom Ufer in Gatow über die Havel; drüben ist der Grunewald-Turm zu sehen

Gesamtlänge: 18 km (Strecke abkürzen: siehe unten)

Wichtige Info: Diese Wanderung ist auch als Radtour geeignet, allerdings ist der Auf- und Abstieg am Hahneberg und an der Haveldüne für „normales“ Radeln nicht so geeignet; du kannst hier entweder ganz einfach umfahren (siehe unten „Zur Karte“), oder du schiebst, oder du fährst Gravelbike / Mtb und bist wagemutig. Generell ist ein Bike mit etwas breiteren Reifen bzw. Stollenreifen für diese Tour besser, weil es zwischen dem Hahneberg und Gatow überwiegend auf unbefestigten Wanderwegen langgeht.

Erstaunlich, wie viel tolle Landschaft am Rand von Westberlin liegt!
700 m nach dem Bahnhof Staaken erreichen wir den sog. „Grünzug Bullengraben“, der auf seiner ganzen Länge einen 1-A-Radweg und Fußweg aufweist:

Foto von Staaken her: Radweg und Fußweg am Grünzug Bullengraben, Spandau
Der hübsche Park am Bullengraben
Foto vom Osten her: Stieglake-Becken und Radweg / Wanderweg am Grünzug Bullengraben, Spandau
Dieser kleine Teich an unserem Weg heißt Stieglake

Wir verlassen ihn aber bald wieder, wandern schräg durch eine große, unbewirtschaftete Grünfläche und sind bereits am Fuß des Hahnebergs, dessen Gipfel wir auf einem gewundenen Pflasterweg erklimmen:

Foto von unten: Wanderweg, Aufstieg auf den neuen Hahneberg in Staaken (Spandau)
Unser Aufstieg auf den „Berg“

Um Verwechslungen vorzubeugen: Es gibt einen sog. „Alten Hahneberg“, auf dem das Fort steht (kann man besichtigen, kostet aber Eintritt), der ist 67 m hoch. Wir stapfen allerdings auf den Neuen Hahneberg, der 21 m höher ist, knapp 88 m. Er wurde in den 60er und 70er Jahren aus Bauschutt und Aushub aufgeschüttet und in der DDR-Zeit zu einem Naherholungsgebiet umgestaltet – eine gute Sache, denn so entstand ein ziemlich großes Naturreservat auf und um den Hügel. Zum Glück gibt’s da oben keine Bäume, man hat rundum eine weite Aussicht in die Landschaft und natürlich auch über Berlin:

Foto vom Gipfel aus: Neuer Hahneberg (Staaken, Spandau), Blick Richtung Süden, Bank
Geschafft! Blick von oben Richtung Süden

Auf der rückwärtigen Seite des Bergs marschieren wir wieder runter…

Foto vom Gipfel aus: Neuer Hahneberg (Berlin-Spandau), Gipfel, Bruno-H.-Bürgel-Sternwarte
Unser Abstieg beginnt… Links steht eine kleine Sternwarte
Foto von unten: Neuer Hahneberg (Staaken, Spandau), Wanderweg
Hier geht´s runter (Blick-zurück-Foto)

…dann durch ein kleines Wäldchen…

Wanderweg / Fußweg am Fuß vom neuen Hahneberg, Südostseite nahe Weinbergshöhe
Am Fuß des Hahnebergs, auf der Südost-Seite: Links oder geradeaus?

…und auf Wanderwegen durch weite grüne Felder.

Foto vom Westen her: Wanderweg zwischen Hahneberg und Weinbergshöhe (nahe Weinmeisterhornweg, Spandau)
Unser Wanderweg nahe der Weinbergshöhe
Foto vom Hahneberg her: Wanderweg durch Felder bei Engelsfelde (Dallgow-Döberitz)
In den Feldern gehen wir auch mal durch Baumalleen (hier östlich von Engelsfelde)
Foto vom Norden her: Wanderweg zwischen Engelsfelde (Dallgow-Döberitz) und Gatow (Berlin)
Hier zwischen Engelsfelde und Gatow sind wir mal kurz auf einem Feldweg

Nach der Überquerung der Potsdamer Chaussee treten wir in ein sehr großes Landschaftsschutzgebiet ein, die Rieselfelder Karolinenhöhe; bzw. zuerst sind wir in einer schönen Baumallee, dann stippen wir in die Rieselfelder, dann geht’s auf der Baumallee weiter, die auch an einer kleinen Schlucht entlang verläuft.

Foto vom Westen her: Rieselfelder Karolinenhöhe (Berlin-Gatow)
Unser Einstieg in die Rieselfelder Karolinenhöhe
Foto vom Westen her: Wanderweg am Graben J, Rieselfelder Karolinenhöhe (Berlin-Gatow)
Auf dem Foto nicht so gut zu erkennen: Der sog. „Graben J“ (rechts im Bild) geht ganz schön in die Tiefe
Foto von der Straße 265 her: Pferdekoppel Karolinenhöhe (Berlin-Gatow) nahe Ponyhof Leipert
Am Rande der Rieselfelder gibt´s mehrere Pferdekoppeln
Wanderweg an der Straße 265, Berliner Beerengärten Gatow
Unser Weg (hier auf der „Straße 265“) führt auch an den Berliner Beerengärten vorbei

Am Ende dieses Weges erreichen wir Gatow und einen ganz wunderbaren Uferweg an der Havel nordwärts.

Foto vom Norden her: Wanderweg / Uferweg / Fußweg an der Havel, Gatow
Und hier in Gatow beginnt unser Wanderweg an der Havel
Foto vom Radweg und Wanderweg aus: Rastplatz am Uferweg an der Havel, Gatow (Berlin)
Ein paar hundert Meter weiter kommt dieser nette „Rastplatz“

Nach wenigen Minuten kommen wir an einem riesigen alten, umzäunten Anwesen vorbei, der Villa Lemm, laut Wikipedia „eines der schönsten und bedeutendsten großbürgerlichen Anwesen Berlins“ – wir können von außen nur einen Teil davon sehen. Es würde zu weit führen, die bewegte Geschichte der Villa Lemm (nur ein Stichwort: Enteignung und Vertreibung der jüdischen Eigentümer), vielleicht magst du es bei Wikipedia nachlesen.

Foto vom Wanderweg und Radweg aus: Villa Lemm und Dr.-Kleusberg-Promenade (Uferweg an der Havel, Gatow)
Links der wunderbare Wander- und Radweg; rechts die Mauer der Villa Lemm
Foto vom Wanderweg und Radweg aus: Villa Lemm und Dr.-Kleusberg-Promenade (Uferweg an der Havel, Gatow)
Dieses interessante Gebäude ist nicht etwa die Villa, sondern nur das Gartenhaus

Hier betreten wir übrigens die Dr.-Kleusberg-Promenade, die uns entlang der Havel ein ganzes Stück von Gatow Richtung Spandau bringt.

Foto von der Dr.-Kleusberg-Promenade aus: Radweg, Wanderweg, Uferweg an der Havel, Berlin-Gatow
Der Uferweg bietet viele schöne Aussichten!
Foto vom Radweg und Wanderweg aus: Dr.-Kleusberg-Promenade Gatow-Spandau
Hier auf der Grenze zwischen Gatow und Spandau müssen sich Wanderer und Radfahrer die Promenade kurz teilen – also Vorsicht!
Foto vom Radweg und Wanderweg aus: Dr.-Kleusberg-Promenade, Uferweg Gatow-Spandau
…und ein Stück weiter nördlich haben die Fußgänger wieder den Uferweg für sich – er verläuft näher am Wasser als der Radweg

Nach knapp 2 km geht’s erneut bergauf, und zwar auf die Haveldüne.

Foto vom Fußweg aus: Wanderweg und Aufstieg zur Haveldüne Berlin-Spandau
Hier geht´s hoch zur Haveldüne

Auch von hier haben wir eine wunderbare Aussicht:

Foto vom Fußweg / Wanderweg aus: Aussicht bzw. Havel-Blick von der Haveldüne Berlin-Gatow
Blick von oben auf die Havel

Hier gibt es etliche Parkbänke mit Ausguck, ein optimales Plätzchen für eine Rast.
Nach einem kleinen Übergangsstück an einer Straße mit dem lustigen Namen scharfe Lanke biegen wir ab auf die Strandpromenade an der Scharfen Lanke, denn auch die Bucht, an der sich die Promenade befindet, heißt so. Jedoch das runde Gewässer, zu der die Bucht gehört, ist eine große Ausbuchtung, die die Havel hier macht, und heißt Pichelssee. Laut Wikipedia gibt es zwei Pichelsseen, diesen hier und einen kleineren östlich davon. Die Havel fließt durch letzteren, d.h., der größere Pichelssee ist eine Sackgasse.
Jedenfalls: Was für ein schöner Ort! Auch hier hat es etliche Sitzgelegenheiten, daher sind hier bei gutem Wetter recht viele Einheimische unterwegs.

Foto vom Radweg / Fußweg / Uferweg aus: Strandpromenade Scharfe Lanke, Pichelssee
Die Strandpromenade am Pichelssee

Gleich danach überqueren wir die Heerstraße und befinden uns bereits in einem Park, den kaum ein Berliner kennt, obwohl er wirklich hübsch ist: der Südpark rund um den Südparksee.

Bild vom Ufer aus: Südparkteich in Wilhelmstadt (Berlin-Spandau)
Auf der Südseite vom Teich, im Sommer
Bild vom Ufer aus: Südparkteich Wilhelmstadt (Berlin-Spandau)
…und der Südparkteich von der anderen Seite, im Herbst
Blumenbeet im Südpark in Wilhelmstadt (Berlin)
Ein Teil des Parks ist sehr hübsch gestaltet

Danach geht’s kurz durch eine ruhige Straße und wir sind schon im nächsten Park, im Grimnitzpark, der sich nördlich um den Grimnitzsee schmiegt.

Foto vom Wanderweg / Spazierweg aus: Grimnitzsee-Park in Berlin-Spandau
Der Grimnitzsee-Park
Foto vom Wanderweg / Spazierweg aus: Grimnitzsee-Park in Berlin-Spandau
Und das ist der Grimnitzsee

Unser netter Fußweg in diesem Park geht nahtlos wieder in einen Uferweg an der Havel über, weiterhin nordwärts, Richtung Spandau-Zentrum.

Foto vom Wanderweg / Spazierweg aus: Grimnitzsee-Park und Havel in Berlin-Spandau
…und schon sind wir wieder an der Havel! (Blick-zurück-Foto)

Dieser Weg ist ebenfalls toll, denn er ist wie unser erster Uferweg. Rein für Radfahrer und Fußgänger reserviert, bietet er immer wieder einen klasse Blick aufs und über´s Wasser.

Foto vom Uferweg an der Havel aus: Südhafen Spandau
Das da drüben ist der „Südhafen Spandau“
Foto von der Hermann-Oxfort-Promenade aus: Havel-Ufer in Süd-Spandau
Auf den letzten anderthalb Kilometern bis zum Stabholzgarten befinden wir uns auf einem klasse Rad- und Fußgängerweg, der Hermann-Oxfort-Promenade

Nach ein paar Kilometern können wir vom Ufer aus das Rathaus Spandau sehen, und genau hier biegen wir ab zum Bahnhof, von da sind es nur noch circa 150 m.

Foto von der Hermann-Oxfort-Promenade aus: Rathaus Spandau, Rathauspark Stabholzgarten
Der kleine Park vor dem Rathaus Spandau heißt Stabholzgarten, denn früher wurde hier Stabholz gelagert

Streckenführung:
Bahnhof Staaken – Nennhauser Damm – Bullengraben – Hahneberg – Rieselfelder Karolinenhöhe – Gatow – Dr.-Kleusberg-Promenade – Fußgängerweg am Havelufer – Dr.-Kleusberg-Promenade – Haveldüne – Scharfe Lanke – Strandpromenade am Pichelssee – Südpark – Grimnitzpark – Hermann-Oxford-Promenade – Sternbergpromenade – Bahnhof Spandau

Strecke abkürzen:
Für die Wanderung gibt es unterwegs zahlreiche Möglichkeiten, einen Bus zu nehmen, z.B.
– erst ab Reimerweg starten: Minus 2,2 km
– erst ab Landschaftsfriedhof Gatow: Minus 6,6 km
– erst ab / nur bis Pfirsichweg: Jeweils gut 9 km
– nur bis Alt-Pichelsdorf: 12,7 km

Zur Karte:
Falls du die Tour per Rad machen willst:
1) Der Auf- und Abstieg am Hahneberg ist schwierig zu radeln; du kannst ihn ganz einfach weglassen, indem du auf dem ebenerdigen Weg am Fuß des Hahnebergs bleibst, und zwar an der Nordseite und dann an der Ostseite.
2) Der Aufstieg zur Havelhöhe ist zwar kürzer und etwas besser zu radeln, aber der Abstieg geht über eine Treppe; hier sollte man sein Rad entweder tragen, oder gleich unten bleiben: Wenn du auf der „Scharfen Lanke“ geradeaus durchfährst, kommst du automatisch wieder auf meine Route.

Download file: W12_ab_Staaken_Hahneberg_Gatow_Spandau.gpx

Und hier das Stück ab Bhf Albrechtshof, falls du ab dort starten willst, bis zum Hahneberg:

Download file: Ergaenzung_zu_W12_Albrechtshof_bis_Hahneberg.gpx

Dringende Bitte zu den Navi-Daten: Veröffentliche sie nicht bei Komoot, denn ich habe die Route in mühsamer Kleinarbeit für meine Beste-Radtouren.de entwickelt!!

© Beatrice Poschenrieder

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