Radtour 137: Kirschen- und Naturtour ab Holzdorf via Schönwalde, Luckau, Egsdorf nach Lübbenau

Auf dieser wunderschönen Route kommst du u.a. durch den Naturpark Niederlausitzer Landrücken und kannst Kirschen oder anderes Obst naschen

Foto von der Kranichtour aus: Radwanderweg von Falkenberg (Heideblick) bis Langengrassau
Ein vollbeladener Kirschbaum neigt sich über unseren Radwanderweg

Sehr gut bei Westwind, okay bei Südwest; Gesamtlänge: 76 km

Anmerkung: Es fehlen noch ein paar Fotos (kommen demnächst), weil ich diese Fahrradtour schnell veröffentlichen wollte, bevor die Kirschenzeit vorbei ist. Absolviert habe ich sie am 7.6., wo ein paar Kirschen der vielen frei stehenden Bäume schon gut essbar, die meisten aber noch nicht reif waren. Ich schätze, dass so Mitte bis Ende Juni die Ausbeute am besten ist.

Wir starten in Holzdorf, das zwar in Sachsen-Anhalt liegt, aber auch im Gebiet des VBB, d.h., du kannst VBB-Tickets nutzen. Das Fahrrad fährt in Sachsen-Anhalt eh kostenlos mit.
Wir radeln quer durch Holzdorf, das ein eher ruhiges Dorf ist; sehr viel zu sehen gibt es dort nicht, aber die Kirche finde ich recht ansehnlich:

Kirche Holzdorf (Jessen), Foto von schräg hinten
Das schönste Gebäude in Holzdorf: die Kirche (Baujahr 1884)

Auf straßenbegleitenden Radwegen geht’s zum Dorf Brandis und von dort auf eine 1-A-Fahrradstraße durch Felder und Wiesen, an deren Ende wir schon in Schönewalde sind. Die Stadt ist klein und ebenfalls recht ruhig, so dass wir sie rasch und entspannt durchqueren können.

Foto vom Radweg Tour Brandenburg aus: Schönewalde (Elbe-Elster) Zentrum mit Maibaum
Im Zentrum von Schönewalde steht ein mächtig hoher Maibaum

Dann radeln wir auf verkehrsarmen Landstraßen durch die schöne grüne Landschaft des Fläming und durch sehr kleine, nette Dörfer.

Foto von der Elsterradtour und vom Dahme-Radweg aus: Schwebendorf, Ortsteil von Dahme (Mark)
Schwebendorf ist ein Rundlingsdorf: Die Häuser sind in einem Rund angelegt, in diesem Fall einem Oval um den Dorfteich

Ich hätte auch einen Besuch der Stadt Dahme einbauen können, aber das habe ich ja bereits in den Radtouren 5, 5a und 74 gemacht, daher verläuft meine Route südlich von Dahme durch eine weiterhin sehr schöne, von Landwirtschaft geprägte Gegend. Immer wieder entzückt bin ich unter anderem von dem Stück kurz nach Schwebendorf, das zu jeder Jahreszeit anders aussieht:

Foto vom Radweg aus: Landstraße von Schwebendorf nach Rosenthal, Feld mit Rainfarn-Phazelie
Blick auf Rosenthal, von Schwebendorf kommend; die lila Blume im Feld ist die Rainfarn-Phazelie (auch „Büschelschön“)

Ab Rosenthal sind wir ein Weilchen auf einem südlichen Teil des Fläming-Skate, der in einem wilden Zickzackkurs nahe der Bundesstraße zwischen Dahme, Uckro und Luckau verläuft, die über keinen straßenbegleitenden Radweg verfügt. Finde ich gar nicht schlimm, denn dieser Zickzackkurs ist klasse und sehr abwechslungsreich!

Foto vom Fläming-Skate aus: Radweg zwischen Rosenthal und Sieb
Hier sind wir zwischen Rosenthal und Sieb
Foto vom Fläming-Skate aus: Radweg zwischen Kemlitz und Falkenberg
Unser Weg zwischen Kemlitz und Falkenberg (das Dorf in der Gemeinde Heideblick, nicht die Stadt!)

Ab dem Dörfchen Falkenberg sind wir auf dem Radwanderweg namens Kranichtour; südlich davon stoßen wir auf eine lange Reihe von Kirschbäumen; sie sind alle freistehend, d.h. ohne Zaun oder andere Zeichen von Zugehörigkeit zu einem bestimmten Hof, daher gehe ich davon aus, dass man sich hier frei bedienen darf:

Foto vom Kranich-Radweg aus: Radwanderweg südlich Falkenberg (Heideblick)
Etwa einen Kilometer südlich von Falkenberg lacht uns schon der erste Kirschbaum an
Foto vom Kranichradweg aus: Radwanderweg von Falkenberg (Heideblick) bis Langengrassau
Auf dem Heideweg zwischen Falkenberg und dem Höllberghof gibt´s die meisten Kirschbäume
Foto vom Kranichradweg aus: Kirschbaum zwischen Falkenberg (Heideblick) und Langengrassau
Na sieh mal an… Es wird ein gutes Erntejahr!

Überhaupt bietet diese Tour nicht nur Kirschbäume, sondern auch jede Menge andere herrenlose Obstbäume, die in den jeweiligen Reifezeiten zum Naschen einladen; und es sind natürlich öfter mal Kraniche zu sehen, wie auch andere Zug- und Greifvögel.

Nach der Kirschbaumallee haben wir einen leichten Anstieg zum sogenannten Höllberghof; das ist ein Dreiseithof mit viel Drumherum, der nach einem 200 Jahre alten Vorbild aus Stein, Lehm, Holz, Schilf und Stroh gebaut und gestaltet wurde. Er wird nicht nur bewirtschaftet, sondern ist auch Ort für Veranstaltungen (wie etwa jährlich wederkehrende Volksfeste), Brauchtumspflege, Lehre und Forschung.
Gut, dass meine Route so herum ist, denn wer von der anderen Seite (also vom Osten her) zum Höllberghof radelt, hat einen ziemlich heftigen Anstieg vor sich… den wir jetzt entspannt runterrollen.

Foto vom Radweg Kranichtour aus: Heideweg nahe Höllberghof
Blick von oben von den Höllbergen aus auf die grüne Landschaft

Nach ein paar Kilometern gelangen wir in die Stadt Luckau, die man zwar ebenfalls auf sehr schönen Radwegen elegant umgehen könnte, aber ich habe sie extra eingebaut, weil sie noch in keiner anderen Tour von mir drin ist und weil ich sie hübsch und angenehm finde; ein guter Ort für eine Pause und/oder Einkehr. Unser Weg führt direkt ins Zentrum, wo sich natürlich auch Gastronomie und die eine oder andere Bäckerei findet.

Foto vom Radweg Kranichtour aus: Stadttor zum Zentrum
Diese Nachbildung des alten Stadttores sieht ganz schön echt aus und weist den Weg ins Herz von Luckau

Ein besonderes Highlight ist diese Kirche, außen imposant und innen einfach nur „wow“ – unbedingt anschauen!

Foto von vorn mit Eingang: Hallenkirche St. Nikolai, Luckau
Das größte Gotteshaus von Luckau ist Sankt Nikolai, eine riesige Hallenkirche
Luckau St.-Nikolai-Kirche Innenraum, Altar
Blick vom Eingang her Richtung Altar; das Gewölbe wurde schlicht gehalten, alles andere ist überaus prachtvoll
Luckau, St.-Nikolai-Kirche, Foto innen: Kriegerdenkmal, Patrizierlogen
Das in der Mitte ist ein Kriegerdenkmal; die geschlossenen Emporen seitlich davon nennt man Patrizierlogen oder einfach nur Logen
St.-Nikolai-Kirche Luckau, Foto von innen: Kanzel, Loge
Auch die Kanzel ist aufwändig gearbeitet und z.T. sogar vergoldet. Für wen wohl die Loge darunter bestimmt war?
Foto im Innenraum der St.-Nikolai-Kirche Luckau: Orgel
Schau sich einer diese unglaubliche Orgel an – du lieber Himmel!

Aber auch der Markplatz mitsamt Rathaus und Georgenkapelle ist sehenswert:

Foto von der Hauptstraße in Luckau aus: Rathaus, Marktplatz
Rechts das Rathaus, hinten der Marktplatz
Foto vom Rathaus Luckau aus: Marktplatz, Maibaum
Auch der Luckauer Markt weist einen schmucken Maibaum auf
Foto vom Rathaus Luckau aus: Georgenkapelle, Hausmannsturm, Marktplatz
Das ist der sog. Hausmannsturm; er wurde nachträglich an die erste Kirche Luckaus angebaut, die Georgenkapelle. Das Ganze steht mitten auf dem Marktplatz
Foto von der Langen Straße aus: Roter Turm, Luckau
Hier geht´s aus dem Zentrum wieder raus; mittig der Rote Turm

Gleich nach Luckau durchqueren wir ein Dorf oder einen Vorort namens Cahnsdorf, wo wir wiederum auf eine Fahrradstraße abbiegen; diese ist zwar leider ein etwas rütteliger Plattenweg (wenn du das Foto vergrößerst, siehst du, was ich meine), und man könnte das ganze auch abkürzen, indem man einfach auf der Landstraße von Cahnsdorf nach Stöbritz radelt, aber die Gegend um diesen Plattenweg herum ist so bildhübsch und enthält zudem viele weitere freistehende Kirschbäume!

Foto von der Historische-Stadtkerne-Route aus: Radweg von Cahnsdorf (Luckau) nach Egsdorf
Zwischen Cahnsdorf und Egsdorf werden Radelnde ein bisschen durchgerüttelt; der Schotterstreifen zwischen den Platten ist etwas besser
Bild von der Historische-Stadtkerne-Route aus: Radweg von Cahnsdorf (Luckau) nach Egsdorf
Der Kirschbaum ist schon voll beladen, aber die Früchte noch nicht ganz reif (Foto von Anfang Juni)

Außerdem landen wir am Ende direkt in Egsdorf, was ebenfalls ein wirklich bezaubernder Ort ist, gelegen am Stoßdorfer See, den wir zu einem Drittel umrunden; dort gibt es auch die eine oder andere Badestelle.

Foto von der Historische-Stadtkerne-Route aus: Radweg zwischen Egsdorf und dem Stoßdorfer See
Hier sind wir zwischen Egsdorf und dem Stoßdorfer See
Foto vom Radweg aus: Badestelle am Stoßdorfer See
Liegt auf dem Weg: Kleiner Strand am Stoßdorfer See

Ab Stöbritz radeln wir überwiegend auf feinen Fahrradstraßen…

Foto vom Radweg Niederlausitzer Kreisel und Bergbautour aus: Fahrradstraße zwischen Egsdorf und Stöbritz / Hindenberg
Auf dem Radwanderweg zwischen Egsdorf und Stöbritz leuchtet der Klatschmohn durch die Bäume
Foto vom Radweg Niederlausitzer Kreisel und Bergbautour aus: Klatschmohn-Feld zwischen Egsdorf und Stöbritz / Hindenberg
…und hier das Mohnfeld in ganzer Schönheit
Foto vom Radweg Niederlausitzer Kreisel und Bergbautour aus: Radwanderweg in Hindenberg
Auch in Hindenberg lässt sich´s entspannt radeln

…nach Klein Radden, von wo aus wir direkt unseren Zielort Lübbenau ansteuern. Der Bahnhof ist schnell erreicht, d.h., wir müssen dafür nicht durchs Zentrum, aber falls du das Flair und die reichhaltige Gastronomie dieser Stadt genießen möchtest, dann findest du den Weg ins Zentrum in meiner Radtour 136.

Grobe Streckenführung:
Bahnhof Holzdorf – Brandis – Schönwalde – Freywalde – Rinow – Mehlsdorf – Karlsdorf – Bollensdorf – Schwebendorf – Rosenthal – Sieb – Kemlitz – Falkenberg – Höllberghof – Langengrassau – Luckau – Cahnsdorf – Egsdorf – Hindenberg – Klein Radden – Krimnitz – Lübbenau Bhf

Strecke abkürzen:
Nur bis Bahnhof Luckau-Uckro: 44,5 km (hierfür musst du ab Falkenberg nordostwärts bis Pickel, dann südostwärts nach Uckro)
Erst ab Bahnhof Luckau-Uckro: ca. 31,3 km (hierfür musst du ab dem Bahnhof südostwärts nach Langengrassau)

Zur Karte:
Sie enthält eine kleine Besichtigungsrunde im Zentrum von Luckau.

Download file: Rt137_Holzdorf_Schwebendorf_Luckau_Egsdorf_Luebbenau.gpx

BITTE AN DICH: Ich habe diese Radtour mitsamt Navi-Daten für meine Webseite entwickelt, nicht für andere Radtouren-Webseiten; bitte stelle es dort auf „privat“!

© Beatrice Poschenrieder

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