Radtour 46: Seen, Spargel und Sabinchen: Potsdam – Beelitz – Treuenbrietzen

Fercher Uferweg in Ferch am Schwielowsee
Teil vom Fercher Uferweg am Schwielowsee, sehr schön zu radeln!

Eine Radtour von der Seen-und-Havel-Stadt Potsdam über Einsteins Sommerwohnort Caputh und die Spargelstadt Beelitz zur „Sabinchenstadt“ Treuenbrietzen

Sehr gut bei Nordostwind, gut bei Nordwind
Gesamtlänge: 52 – 55 km (je nach der Route, die du wählst)

Wusstest du, dass es in Potsdam über 20 Gewässer gibt? Darunter auch viele Seen, und manche davon richtig groß… Diese alle anzuradeln, würde allerdings wohl viele Stunden in Anspruch nehmen, daher passieren wir nur drei Gewässer, nämlich die Havel und zwei Seen.
Ganz zu Beginn, direkt nach dem Bahnhof, ist rechterhand die Havel zu sehen. Wir erreichen dann ziemlich schnell die Ostseite des Templiner Sees und fahren an dieser entlang Richtung Südwesten. Der Radweg läuft zwischen der Straße und dem See und ist sehr angenehm zu radeln; beschattet von Bäumen, gibt er immer wieder den Blick frei auf das Wasser. Gegen Ende des Sees erreichen wir Caputh, das auch ein Schloss sowie die Sommerresidenz von Albert Einstein beherbergt. Wir sind noch gar nicht am Ende von Caputh, da beginnt bereits der zweite See, der Schwielowsee, und bietet uns einige tolle Ausblicke. (Übrigens bieten beide Seen Badestellen; der Templiner See etwa in der Mitte, der Schwielowsee oben, Mitte und unten.)
Einen Ort weiter, in Ferch, verläuft die Strecke auf einem sehr schönen Uferweg rund um das untere Ende des Schwielowsees (siehe Foto oben), bis wir abbiegen auf ein Teilstück des Europa-Radwegs R1: Hier eine feine Radstraße bis zum Abzweig nach Beelitz. Seit 2013 trägt die Stadt den offiziellen Zusatz „Spargelstadt“ (es steht sogar auf den Ortsschildern), wobei der Spargel ja nicht nur im Bereich der Stadt angebaut wird, sondern auch in den umliegenden Gebieten.
Direkt nach Beelitz tauchen wir ein in ein Stück vom „Naturpark Nuthe-Nieplitz“ – teils ungeteerter Weg, teils Plattenweg, aber ganz okay befahrbar – durch einsame Natur. Danach geht es straight auf einem guten Radweg nach Treuenbrietzen. Auch diese Kleinstadt hat einen Beinamen, nämlich „Sabinchenstadt“. Was es damit auf sich hat, verrate ich in der umgekehrten Version dieser Route, also der Radtour 46a.

Die Nieplitz im Naturpark Nuthe-Nieplitz
Blick auf die Nieplitz, einen Nebenfluss der Nuthe, im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Grobe Streckenführung:
S- und Hauptbahnhof Potsdam – Leipziger Straße – Templiner Straße – Caputh – Ferch – Europa-Radweg R1 – Bahnhof Beelitz-Heilstätten – Beelitz Zentrum – Radwanderweg F5 – Vogelbeobachtungsturm – Salzbrunn – Buchholz – Treuenbrietzen Zentrum – Bahnhof Treuenbrietzen

Teil des historischen Stadtkerns von Treuenbrietzen, schöne Fachwerkhäuser im Stadtzentrum
Teil des historischen Stadtkerns von Treuenbrietzen

Strecke abkürzen:
Erst ab Bahnhof Caputh: ca. 43 – 46 km
Erst ab Bahnhof Beelitz-Heilstätten: 30 – 32 km
Erst ab Bahnhof Beelitz: 25 – 28 km
Nur Potsdam bis Bahnhof Beelitz: 27,5 km (inkl. Runde durch die Stadt ca. 30 km)
Nur Potsdam bis Bahnhof Buchholz: ca. 40 km

Zur Karte:
Sie enthält zwischen Salzbrunn und Buchholz zwei Varianten. Die eine ist direkter und viel kürzer, aber scheußlich zu radeln (Schotterweg), die andere auf einer asphaltierten Landstraße (ca. 3 km länger).

© Beatrice Poschenrieder

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