Radtour 88: Forst Rosengarten – Schloss Bad Muskau & Fürst-Pückler-Park – Spremberg

Schloss Bad Muskau, Ansicht von außen, Seitenflügel und Gartenanlage, Auffahrt zum Innenhof
Schloss Bad Muskau: Dieses Foto gibt nur annähernd wieder, wie beeindruckend dieses Märchenschloss ist

Traumhafte Route im Südost-Zipfel Brandenburgs mit Oder-Neiße-Radweg, zwei tollen Parks und einem grandiosen Schloss

Super bei Wenig Wind/ Windstille, ganz gut bei Nordostwind, Gesamtlänge: 65 – 72 km (je nachdem, ob du meine Besichtigungen und Abstecher mitnimmst oder nicht)
Strecke abkürzen: Nur bis Bahnhof Schleife: 52 km (ohne Rundgang im Park Bad Muskau und Abstecher Polenmarkt; mit: 59 km)

Zum Start in Forst schauen wir uns schnell den alten Wasserturm an, bevor wir dann schnurstracks an die Neiße und auf dem wundervollen Oder-Neiße-Radweg radeln, denn der sog. Ostdeutsche Rosengarten Forst liegt etwas außerhalb der Stadt direkt an unserer Strecke. Ich hab dort nur eine Runde in den frei zugänglichen Teil des Parks eingebaut (er macht etwa die Hälfte der ganzen Park- und Gartenanlage aus und ist auch recht hübsch); der eigentliche Rosengarten kostet natürlich Eintritt und Fahrräder sind da drin nicht erlaubt.
Danach sind wir ein langes Stück auf dem Oder-Neiße-Radweg, wobei hier ja keine Oder, sondern nur die Neiße ist (sie ist weitaus kleiner und schlängeliger als die Oder). Trotzdem klasse!

Die Neiße durchzieht den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, zwei Drittel des Parks liegen in Polen
Blick von der polnischen Seite auf dem Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, unten die Park-Brücke über die Neiße

In Bad Muskau steuern wir gleich den riesigen Fürst-Pückler-Park an; meine Route, die du unten auf der Karte findest, zeigt nur eine Schleife im deutschen Teil des Parks und ein Stippen auf die Brücke über die Neiße. Logischerweise ist auf der anderen Seite der Brücke der polnische Teil; den hab ich auch mit dem Rad erkundet, aber dies aus meiner Route wieder rausgenommen – es gibt nicht so furchtbar viel Sehenswertes außer ne Menge verschiedener Bäume, und es radelt sich nicht so doll (Kies- und Schotterwege, die teils krass bergauf/bergab gehen). Der deutsche Teil ist jedoch fast überall gut zu radeln und schön anzusehen, und das Highlight ist natürlich das rote Kastell. Es ist eins der herrlichsten Schlösser, die ich je gesehen habe (und ich habe verdammt viele gesehen!), ein richtiges Märchenschloss. Geh am besten rundherum und auch in den Innenhof, es bietet von jeder Seite eine andere fabelhafte Ansicht.

Schloss Bad Muskau, Teil vom Innenhof und Zugang zur Fürst-Pückler-Stiftung und zur Ausstellung
Schloss Bad Muskau, Teil vom Innenhof. Hier ist der Zugang zur Fürst-Pückler-Stiftung und zur Ausstellung

Daneben gibt es noch weitere interessante Gebäude, etwa eine Orangerie und das sog. Alte Schloss, das eigentlich gar keins ist, sondern früher das Torhaus der ehemaligen Burganlage war.
Gastronomie gibt´s in der Schlossanlage ebenso wie im Zentrum des kleinen Städtchens und ein Stückchen weiter südlich, auf der anderen Seite der Neiße. Die polnische Seite von Bad Muskau heißt Leknica und hat gleich nach der Brücke einen Polenmarkt, der – neben der üblichen Vielzahl an Verkaufsständen – auch kleine Lokale und Imbisse bietet: Herzhafte polnische Küche und Speisen vom Grill.
Im letzten Abschnitt der Tour sind wir auf angenehmen Wegen durch eine wiesen-und seenreiche Landschaft und kleine Lausitzer Orte unterwegs bis zum Bahnhof Spremberg; dieser liegt anderthalb km vom Stadtzentrum entfernt, ein kleiner Besuch lohnt sich durchaus (Karte mit Minirunde durch die Innenstadt von Spremberg, Fotos und Tipps bei Radtour 69 und Radtour 65).

Grobe Streckenführung:
Bahnhof Forst – Wasserturm – Sorauer Straße – Oder-Neiße-Radweg – Ostdeutscher Rosengarten – Neiße-Radweg bis Bad Muskau via Groß Bademeusel, Klein Bademeusel, Bahren, Zelz, Pusack, Köbeln – Fürst-Pückler-Park – Schloss Bad Muskau – Zentrum – Polenmerkt Leknica – Neißedamm – Bautzener Straße – Krauschwitzer Weg – Gablenz – Kromlau – Halbendorf – Schleife – Lieskau – Schönheide – Bloischdorf – Türkendorf – Bahnhof Spremberg

Zur Karte:
Sie enthält
1) gleich nach Bahnhof Forst einen Schlenker zum alten Wasserturm;
2) einen kleinen Rundgang im Park von Forst-Rosengarten, so weit man dort eben kommt ohne Eintrittskarte;
3) eine sehenswerte Runde im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau;
4) einen Abstecher zum Polenmarkt;
5) in Halbendorf einen Mini-Abstecher zum Halbendorfer See.

© Beatrice Poschenrieder

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