OPTIMALE ROUTE! Radtour 88: Forst Rosengarten – Schloss Bad Muskau & Fürst-Pückler-Park – Spremberg

Schloss Bad Muskau, Ansicht von außen, Seitenflügel und Gartenanlage, Auffahrt zum Innenhof
Schloss Bad Muskau: Dieses Foto gibt nur annähernd wieder, wie prachtvoll dieses Märchenschloss ist

Traumhafte Route im Südost-Zipfel Brandenburgs mit Oder-Neiße-Radweg, zwei tollen Parks und einem grandiosen Schloss

Super bei Wenig Wind/ Windstille, ganz gut bei Nordostwind, Gesamtlänge: 67 km
Strecke abkürzen: Nur bis Bahnhof Schleife: 54 km.
Ohne Rundgang in den Parks und ohne Abstecher Polenmarkt: ca. 62 km

Ich hab diese Tour innerhalb von 3 Jahren viermal gemacht (2x ab Spremberg, 2x ab Forst) und jedesmal noch mehr verfeinert. Die Strecke an der Neiße wird eh durch den Neißeradweg vorgegeben, aber für die zweite Hälfte gibt es etliche Variationsmöglichkeiten – ich finde, jetzt ist es wirklich die optimale Route!

Zum Start in Forst schauen wir uns kurz den alten Wasserturm an, bevor wir dann schnurstracks an die Neiße und auf dem wundervollen Oder-Neiße-Radweg radeln, denn der sog. Ostdeutsche Rosengarten Forst liegt etwas außerhalb der Stadt direkt an unserer Strecke. Ich hab dort nur eine Runde in den frei zugänglichen Teil des Parks eingebaut (er macht etwa die Hälfte der ganzen Park- und Gartenanlage aus und ist auch recht hübsch); der eigentliche Rosengarten kostet natürlich Eintritt und Fahrräder sind da drin nicht erlaubt.
Danach sind wir ein langes Stück auf dem Oder-Neiße-Radweg, wobei hier ja keine Oder, sondern nur die Neiße ist (sie ist weitaus kleiner und schlängeliger als die Oder). Trotzdem klasse!

Die Neiße durchzieht den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, zwei Drittel des Parks liegen in Polen
Blick von der polnischen Seite auf dem Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, unten die Park-Brücke über die Neiße

In Bad Muskau steuern wir gleich den riesigen Fürst-Pückler-Park an und dort gleich die größte und schönste Brücke im Park über die Neiße; meine Route, die du unten auf der Karte findest, zeigt nur eine Schleife im deutschen Teil des Parks und ein Stippen auf die o.g. Brücke. Logischerweise ist auf der anderen Seite der Brücke der polnische Teil; den hab ich auch mit dem Rad erkundet, aber dies aus meiner Route wieder rausgenommen – es gibt nicht so furchtbar viel Sehenswertes außer ne Menge verschiedener Bäume, und es radelt sich nicht so doll (Kies- und Schotterwege, die teils krass bergauf/bergab gehen). Der deutsche Teil ist jedoch fast überall gut zu radeln und schön anzusehen, und das Highlight ist natürlich das rote Kastell. Es ist eins der herrlichsten Schlösser, die ich je gesehen habe (und ich habe verdammt viele gesehen!), ein richtiges Märchenschloss. Geh am besten rundherum und auch in den Innenhof, es bietet von jeder Seite eine andere fabelhafte Ansicht.

Schloss Bad Muskau, Teil vom Innenhof und Zugang zur Fürst-Pückler-Stiftung und zur Ausstellung
Schloss Bad Muskau, Teil vom Innenhof. Hier ist der Zugang zur Fürst-Pückler-Stiftung und zur Ausstellung

Daneben gibt es noch weitere interessante Gebäude, etwa eine Orangerie und das sog. Alte Schloss, das eigentlich gar keins ist, sondern früher das Torhaus der ehemaligen Burganlage war.
Gastronomie gibt´s in der Schlossanlage ebenso wie im Zentrum des kleinen Städtchens, das wir längs durchfahren, und ein Stückchen weiter südlich, auf der anderen Seite der Neiße. Die polnische Seite von Bad Muskau heißt Leknica und hat gleich nach der Brücke einen Polenmarkt, der – neben der üblichen Vielzahl an Verkaufsständen – auch kleine Lokale und Imbisse bietet: Herzhafte polnische Küche und Speisen vom Grill; meine Route enthält einen Abstecher auf diesen Markt.

Im letzten Abschnitt der Tour sind wir auf angenehmen Wegen durch eine wiesen-und seenreiche Landschaft und kleine Lausitzer Orte unterwegs, etwa durch Kromlau; dort befindet sich der größte Rhododendronpark Deutschlands! Wir fahren direkt am Eingang vorbei; es kostet Eintritt und lohnt sich zur Blütezeit durchaus. Kurz danach passieren wir Halbendorf und sind dann gleich am nördlichen Ende des Halbendorfer Sees, wo es eine große Wasserski-Anlage gibt – im Sommer ist da gut was los und es macht Spaß, zuzusehen.
Nach nur 1,5 km kommt Schleife mit seinem sorbischen Kulturzentrum und 3 km weiter Lieskau mit seinem sympathischen Radfahrer-Gasthaus, “Radlers Rast” inklusive Biergarten (Lieskauer Dorfstraße 30). Von dort sind es nur noch angenehme 11 km zum Bahnhof Spremberg; dieser liegt anderthalb Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, ein kleiner Besuch lohnt sich durchaus (mehr Fotos und Tipps bei Radtour 69 und Radtour 65).

Rathaus am Marktplatz von Spremberg
Im Zentrum von Spremberg: Das schöne Rathaus am Marktplatz

Grobe Streckenführung:
Bahnhof Forst – Wasserturm – Sorauer Straße – Oder-Neiße-Radweg – Ostdeutscher Rosengarten – Neiße-Radweg bis Bad Muskau via Groß Bademeusel, Klein Bademeusel, Bahren, Zelz, Pusack, Köbeln – Fürst-Pückler-Park – Schloss Bad Muskau – Zentrum – Polenmerkt Leknica – Kirchstraße – Gablenz – Kromlau – Halbendorf – Schleife – Lieskau – Schönheide – Bloischdorf – Türkendorf – Bahnhof Spremberg

Zur Karte:
Sie enthält
1) gleich nach Bahnhof Forst einen Schlenker zum alten Wasserturm;
2) einen kleinen Rundgang im Park von Forst-Rosengarten, so weit man dort kommt ohne Eintrittskarte;
3) eine sehenswerte Runde im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau;
4) einen Abstecher zum Polenmarkt.

 
Hier die Navigationsdaten:

Download file: Rt88_Forst_Bad_Muskau_Spremberg.gpx

© Beatrice Poschenrieder

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