Radtour 65: Rundkurs ab Spremberg: Lausitzer Seenland + Tagebau Nochten

Großer Bade- und Sandstrand am Bärwalder See nahe Boxberg
Großer Bade- und Sandstrand am Bärwalder See nahe Boxberg

Was für eine super Tour! An vielen Seen vorbei, halb um den Tagebau Nochten herum und längs durch Weißwasser

Sehr gut bei Windstille / wenig Wind, Gesamtlänge: 103 km

Strecke abkürzen:
Nur bis Bahnhof Lohsa: 30,5 km; erst ab Bahnhof Lohsa: 73 km
Nur bis Bahnhof Uhyst: 40,5 km; erst ab Bahnhof Uhyst: 63 km
Nur bis Bahnhof Weißwasser: 69,5 km
Nur bis Bahnhof Schleife: 81 km
(Anmerkung: All diese Bahnhöfe liegen in Sachsen.)
Oder du sparst dir den Tagebau Nochten und fährst dort, wo bei Uhyst der Weg zum Bärwalder See geht, nicht rechts, sondern links, dann via Bärwalde und Neustadt nach Spremberg zurück: ca. 79 km.

Bei dieser Radtour sind wir nur am Anfang und am Ende in Brandenburg – die meiste Zeit in Sachsen. Wir befinden uns aber die ganze Zeit in der Lausitz, da diese weit in Sachsen hineinragt, sowie mitten im wundervollen Lausitzer Seenland und zum Teil (zwischen Litschen und dem Bärwalder See) auch im “Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft”.

Schloss, Museum und Kunstschule Spremberg
Schloss, Museum und Kunstschule Spremberg

Zum Start in Spremberg geht´s erst mal zum Schloss (im ältesten Bauwerk der Stadt sind heute das Niederlausitzer Heidemuseum, die Kunstschule und eine Bibliothek untergebracht) und dann auf ein wunderbares Stück des Spreeradwegs. Die Spree fließt nämlich auch durch Spremberg – laut dem Schriftsteller Strittmatter, einem Kind der Stadt, ist Spremberg eine Zusammenziehung von “Spree am Berg”, was sicherlich stimmt, denn es liegt am Fuß einer ziemlichen Erhebung, wie du bei der Fahrt vom Bahnhof nach unten merken wirst.
Jedenfalls, der Spreeradweg bringt uns nach Spreewitz (mach dort evtl einen Abstecher zu der tollen alten Fachwerkkirche) und zum ersten See, dem Bernsteinsee. Er und alle nachfolgenden Seen, an denen wir vorbeikommen, sind Tagebau-Seen: Geflutete Restlöcher von ehemaligen Tagebau-Gebieten – der Scheibe-See, der Dreiweiberner See, das Speicherbecken Lohsa 1, der wirklich riesige Bärwalder See.

Der Dreiweiberner See, ein großer Tagebau-See in der Lausitz zwischen Weißkollm und Lohsa
Der Dreiweiberner See, Tagebau-See zwischen Weißkollm und Lohsa

Der Bärwalder See ist der drittgrößte See des Lausitzer Seenlands und der größte See Sachsens! Insofern gibt es dort mehrere tolle Badestellen (siehe Foto ganz oben) und Aussichtspunkte, einen ausgewiesenen FKK-Strand und einen Bereich eigens für Windsurfer.
Kurz nach Boxberg folgt das Dorf Nochten, wo man einen kleinen Abstecher ins Tagebau-Gebiet machen kann (ich hab darauf verzichtet, weil ich da schon mal war und es nur mittel spannend fand, aber es kostet nicht viel Zeit), und dann geht es ganz lange auf einer reinen Radstraße am Rand vom Tagebau entlang; leider sieht man davon die allermeiste Zeit nichts, weil dazwischen ein schmaler Streifen Wald ist, aber es gibt ein paar Stellen, wo man doch gucken kann, und es kommt am Ende eh ein Aussichtsturm; er befindet sich genau an der Ecke, wo wir links abbiegen Richtung Weißwasser. Wenn du noch Puste hast, steig auf den Turm – er ist frei zugänglich und bietet einen sehr weiten Blick über das gigantisch riesige Tagebau-Loch.
Anschließend radeln wir quer durch Weißwasser und treten das letzte Stück der Route an: Im Schlängelkurs durch die Natur und süße kleine Dörfer.

Tagebau Nochten, Abräum-Bagger, Kraftwerk Boxberg
Tagebau Nochten: Rechts ein Abräum-Bagger, links hinten das Kraftwerk Boxberg

Grobe Streckenführung:
Bahnhof Spremberg – Schloss Spremberg – Spreeradweg – Spreewitz – Burghammer – Burg – Weißkollm – Lohsa – Litschen – Driewitz – Drehna – Uhyst – Bärwalder See – Boxberg – Nochten – Aussichtsturm Tagebau Nochten – Weißwasser – Halbendorf – Schleife – Lieskau – Bloischdorf – Türkendorf – Bahnhof Spremberg

Zur Karte:
Zu Beginn in Spremberg enthält sie einen Schlenker um das Schloss und kurz vor Boxberg eine Mini-Schleife zum “Landschafts-Kunstprojekt Bärwalder Ohr”.

© Beatrice Poschenrieder

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