Tour-Vorbereitung: Die wichtigsten Punkte

Wetter- und Windvorhersage auf wetteronline für Spreewald
Beispiel: Wettervorhersage auf wetteronline.de; durch Klicken auf das Symbol (hier auf die Sonne) bekommst du u.a. die genaue Windprognose

Du willst eine flotte und gleichzeitig entspannte Radtour, die einfach nur Freude macht? Dann beachte vorher die hier genannten Faktoren!

Die folgende Liste sieht insgesamt erst mal viel aus, aber sobald du ein wenig Routine hast, geht es ganz flott und erspart dir, dass dein Radausflug durch negative Faktoren getrübt wird…

1) Drucke die Routenbeschreibung oder die Karte aus oder öffne sie auf deinem Handy; nimm eventuell auch eine Radrouten-Karte mit (die mit Abstand besten Karten kommen vom ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club).
Ich persönlich bevorzuge die Papierform, weil es in manchen Bereichen Brandenburgs kein gutes Internet gibt; zudem bieten sie auf einen Blick eine bessere Übersicht als die winzigen Bildschirme der Handys.

2) Genauer Wettercheck am Vorabend deiner Tour, denn Radausflüge bei Regen, Nebel, Kälte oder Hitze machen ja genausowenig Spaß wie bei deutlichem Gegenwind – siehe auch der Text zu «Touren nach Windrichtungen». Lege dann deine genaue Tour fest.

3) Deine Fahrverbindungen mit der Regional-/S-/U-Bahn: Schau sie anschließend auch gleich nach, und zwar hin UND zurück! Denn wenn deine Tour in XY endet und du dann vorort feststellst, dass die Regio wegen Baumaßnahmen grade nicht fährt oder unterbrochen ist, wirst du dich ärgern. Schienenersatzverkehr-Busse nehmen Fahrräder nur in seltenen Fällen mit!

4) Plane einen kleinen Zeitpuffer ein zwischen dem Verlassen deines Zuhauses und der Abfahrt deiner Bahn für den Kauf der Tickets. Zeit sparen kannst du hier, indem du schon mal fürs Fahrrad ein Rad-Monatsticket hast, und vielleicht auch, indem du deine Tickets schon am Vortag aus dem Automaten oder aus dem Internet ziehst. Auch über entsprechende Apps kannst du sämtliche Tickets auf dein Smartphone ziehen.

5) Zusätzlicher Zeitpuffer: Falls du mehr als nur eine Bahn brauchst – z.B. eine U- oder S-Bahn zum Regionalbahnhof, wo du in deinen Zug steigst – plane ein bisschen Zeit für den Fall ein, dass dein Zubringer Verspätung hat, sprich, nimm vielleicht eine U- oder S-Bahn früher.

6) Packe dir genug zu trinken und zu essen ein. Manche meinen, es werde unterwegs schon eine Möglichkeit geben, etwas zu kaufen. Nun, ich habe auf etlichen meiner Touren die Erfahrung gemacht, dass es an bestimmten Tagen sein kann, auf einer 80-km-Tour keine einzige Möglichkeit zu finden! (z.B. an Sonn- und Feiertagen)
Siehe auch der Beitrag Radtouren-Proviant: Trinken und Essen.

7) Packe außerdem ein: Geldbörse, ggf. Tickets, Sonnencreme oder -milch, Ersatz-Unterwäsche, Regenjacke, Sonnenbrille, Schildmütze, am besten auch eine Ersatz-Radhose. Zum Beispiel wenn ich morgens bei kühlerer Temperatur mit einer langen Radhose starte und weiß, dass es wärmer wird, habe ich immer auch eine kürzere dabei; oder an sehr warmen Tagen habe ich zwei kurze Radhosen dabei, damit ich immer mal wieder wechseln kann, wenn die eine feucht ist. Fahrrad-Reifen-Pannenspray und eine kleine Luftpumpe (gibt´s z.B. bei McGeiz, wiegt beides zusammen nur 200 g, Kosten zus. um 7 Euro); fürs französische Ventil musst du auch einen Adapter mitnehmen.
Eventuell: Halstuch, Zusatz-Shirt, falls du schwitzst oder frierst.
Klug ist natürlich, einen passenden Rucksack o.ä. zu haben, wo du die Basics (wie Sonnenbrille, Sonnenschutz, Regenjacke, Luftpumpe) immer schon drin hast.

8) Fahrrad checken: Überprüfe
• vor jeder Tour deinen Reifendruck (Reifen seitlich mit den Fingern drücken) und fülle ggf. Luft nach,
• vor jeder fünften Tour deine Kette (säubern? schmieren?) und deine Kettenblätter (von Schmutz befreien?),
• vor jeder siebten Tour dein gesamtes Rad, ob alles stabil und sicher ist, auch ob alle Schrauben und Ventile fest sitzen, ob die Bremsen funktioneren und ok aussehen.
Siehe hierzu auch der Beitrag «Fahrrad-Wartung und -Pflege, damit das Bike lange gut läuft».

9) Am Morgen deiner Tour: Checke nochmal deine Fahrverbindungen! Denn es kann immer mal sein, dass die Regio, die du nehmen wolltest, ausfällt – oder auch deine Zubringer-S-Bahn.

© Beatrice Poschenrieder

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