ERWEITERT: Radtour 12: Oder-Neiße-Radweg Forst – Guben – Eisenhüttenstadt

Das Pegelhaus in Ratzdorf zeigt den Wasserstand der Oder an
Das Pegelhaus in Ratzdorf zeigt den Wasserstand an – ab hier ist es bereits die Oder

Auf dieser tollen Route radelst du von Forst in der Lausitz die Neiße hoch (also nordwärts) und kannst sogar sehen, wo sie in die Oder übergeht – nämlich in Ratzdorf

Gut bei Südwind; Gesamtlänge: 66 km. Falls du noch ein bisschen mehr radeln magst, dann mach einen Abstecher zum Tagebau Jänschwalde (plus 3 km), zur Klosterstadt Neuzelle (plus 7 km) und/oder auf die polnische Seite von Guben – also Gubin (plus 3 – 5 km).
Strecke abkürzen: Nur bis Guben Bahnhof: 36 km. Nur bis Neuzelle Bahnhof: 62 km

Von unserem Startpunkt, Bahnhof Forst, ist es nur ein Katzensprung zur Neiße: Einfach geradeaus ostwärts und du stößt schon nach einem Kilometer automatisch auf den Fluss und den Oder-Neiße-Radweg – wobei man vom Fluss hier und auf den ersten 20 km nur teilweise was sieht; das liegt zum einen daran, dass die Neiße kein allzu großer Fluss ist und (z.B. im Gegensatz zur Oder) recht tief in einem Flussbett liegt; zum anderen daran, dass sie sich ziemlich schlängelt und der Radweg daher nicht immmer direkt daran entlang geführt werden konnte/kann. Richtig toll ist er trotzdem: Durchgängig asphaltiert und in eine schöne Landschaft eingebettet! Nach 20 km ist die Neiße breiter, nicht mehr ganz so schlängelig und der Radweg näher an ihr dran; aber vorher – etwa auf km 18,5 – empfehle ich dir wärmstens einen Abstecher nach links und hochwärts in das Dorf Grießen; dort ist ausgeschildert, wie du zum Aussichtspunkt des Tagebau Jänschwalde kommst.

Beatrice Poschenrieder mit Fahrrad auf Radtour zum Tagebau Jänschwalde, Aussichtspunkt Grießen
Tagebau Jänschwalde, Aussichtspunkt Grießen

Wieder auf dem Oder-Neiße-Radweg, kommen wir nur durch wenige sehr kleine Orte, bis wir bei km 35 eine deutsch-polnische Stadt erreichen: Guben, das auf der Polen-Seite Gubin heißt. Wenn mal nicht grade wegen Corona die Grenzen zu sind, ist es super-easy, mal eben nach Polen rüberzustippen: Einfach mitten in Guben über die Brücke und schon bist du in Gubin. (Mehr Fotos und Infos zu Guben und Gubin siehe Radtour 50 und Radtour 91.)

Bei km 38, hinter Guben, gibt es einen netten kleinen Weg zur Neiße, wo man gut am Ufer sitzen und Rast machen kann, so man will. Nach weiteren 15 km auf dem wundervollen Radweg erreichen wir Ratzdorf, das zur Gemeinde Neißemünde gehört. Der Name ist Programm: Hier mündet die Lausitzer Neiße in die Oder. Der Oder-Neiße-Radweg geht nicht direkt an dieser Stelle vorbei, du kannst aber abbiegen auf einen Fußweg – zur Mündung sind es nur 100 oder 150 m. Oder du biegst mitten in Ratzdorf rechts ab zur Radfahrerkirche und steuerst den Fußweg zur Mündung von dort aus an.
Auch die restlichen 12 km führen durch wunderschöne Landschaft, jetzt an der Oder lang auf dem Oderradweg! 5 km nach Ratzdorf gibt es noch die Möglichkeit, links abzubiegen auf den Radweg nach Neuzelle, um entweder einen Abstecher zu dieser schönen Kloster-Stadt zu machen, oder um dort die Tour zu beenden (Route und Foto siehe Radtour 93).
Am Ende erreichen wir Fürstenberg, das ein Stadtteil von Eisenhüttenstadt ist – “Eisenhütte” liegt nicht an der Oder, sondern etwas landeinwärts, und der Bahnhof ist genau zwischen diesen beiden Orten.

Radweg bei Fürstenberg (Oder), Teil von Eisenhüttenstadt
Blick vom Radweg auf Fürstenberg (Oder), Teil von Eisenhüttenstadt

Grobe Streckenführung: Forst (Lausitz) Bahnhof – ostwärts zur Neiße – Neiße-Radweg nordwärts Richtung Guben (ist sehr gut beschildert) – Coschen – Ratzdorf – Fürstenberg – Bahnhof Eisenhüttenstadt

Zur Karte: Ich hab mich einmal bei Albertinenaue minimal verfahren (nur um ca. 100 m), das ist der kleine Ausreißer auf der Routenführung.
(Anmerkung: Reiner Südwind ist für diese Route am besten, denn Südwest- oder Südost-Wind kann bereits lästig werden – du fährst oft auf dem Damm, wo er ungebremst hinbläst)


© Beatrice Poschenrieder

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