Radtour 90: Perlen der Niederlausitz: Spremberg – Talsperre – Branitzer Park – Cottbus

Staatstheater Cottbus, Schillerplatz
Das imposante Staatstheater von Cottbus, Ansicht von der Seite

Zwischen den interessanten Städten Spremberg und Cottbus liegt eine tolle Radroute, u.a. mit einem Fürst-Pückler-Park

Super bei Südwind, ok bei Südost-Wind, Gesamtlänge: 32 km; Strecke abkürzen: Ohne Runde durch den Branitzer Park 30 km

Ganz zum Start dieser Tour sausen wir vom Bahnhof Spremberg den Berg runter Richtung Zentrum; wenn du magst, leg auf der Hälfte der Neigung einen kleinen Stop ein (nach ca. 900 m) und geh zu Fuß die Treppe hoch, die in den Berg hineingearbeitet ist, denn oben befindet sich eines der Wahrzeichen von Spremberg, der Bismarckturm (Zeitaufwand hoch und wieder runter ca. 20 min, also zu Fuß, denn das Rad sollte man besser unten stehen lassen).

Bismarckturm auf dem Georgenberg im Stadtpark Spremberg
Der Bismarckturm auf dem Georgenberg im Stadtpark Spremberg

Jedenfalls, wenn wir am Fuß des Berges angelangt sind, fahren wir dann quer durch die Stadt bis zum zweiten Arm der Spree; der Fluss teilt sich nämlich direkt nördlich des Stadtkerns und umfließt / umschließt diesen, das heißt, wir überqueren den ersten Arm, fahren mitten durchs Zentrum und biegen direkt vor dem zweiten Arm rechts ab auf den offiziellen Radweg Richtung Cantdorf und Talsperre.
Wenn du mehr von Spremberg (die übrigens “Perle der Lausitz” genannt wird) sehen willst, findest du Vorschläge und Fotos in Radtour 69 und Radtour 65.
Auf dieser Route radeln wir quasi parallel zur Spree von der Spreestadt Spremberg zur Spreestadt Cottbus (die wiederum die “Perle der Niederlausitz” ist), ganz nah ans Wasser gelangen wir aber nur stellenweise, etwa am hübschen sog. Südstrand ein paar km südlich der Talsperre. Die Strecke ist trotzdem super, denn sie führt größtenteils auf Radstraßen durch schöne Wälder und Landschaften, u.a. durch das “Naturschutzgebiet Talsperre Spremberg”.

Staubeckenlandschaft Bräsinchen-Spremberg (auf der Ostseite der Talsperre), Foto von oben auf die Auen des Wassers
An dieser Stelle auf der Ostseite des Beckens der Talsperre kann man runterschauen auf die “Staubeckenlandschaft Bräsinchen-Spremberg”
Talsperre Spremberg, südlicher Zugang zum Südstrand
Kurz danach haben wir diesen Ausblick
Talsperre Spremberg, Südstrand, Foto vom Ufer aus
Am sog. Südstrand (Zum Zeitpunkt des Fotos war es Anfang Oktober, vormittags und kühl, daher keine Leute)
Aussichtsplattform mit Aussichtsturm am Südstrand der Talsperre Spremberg
Ein Stückchen weiter nördlich kommt diese Aussichtsplattform mit Rasthäuschen und Aussichtsturm
Talsperre Spremberg, gesehen von der Badestelle / Badestrand auf der Ostseite vom Stausee bei Klein Döbbern
Talsperre Spremberg, geknipst aus 1,5 km Entfernung

Die Talsperre Spremberg hat eine gewisse Berühmtheit: Nicht nur weil sie die mit Abstand größte in Brandenburg ist und die viertgrößte in Deutschland, sondern auch weil sie in der damaligen Zeit aufgrund der geologischen und topografischen Situation sehr schwer zu bauen war – Überlegungen dazu gab es schon um 1920, weil spreenahe Teile des Spreewalds mehrmals im Jahr Überschwemmungen aufwiesen und diese die Ernten zunichte machten, erste Vorbereitungen gab es erst zu Beginn der 50er Jahre, und der Bau der Talsperre dauerte sieben Jahre! (1958 bis 1965)
Leider kommt man als Nichtbefugter nicht direkt an oder auf den Staudamm, aber an zwei Stellen dieser Radroute kannst du sie gut sehen und einen Eindruck des gewaltigen Ausmaßes bekommen. (Übrigens gibt es auch zwei Badestellen mit Strand am nördlichen und breitesten Ende vom Stausee, eine westlich, eine östlich.)

Nach der Talsperre geht´s ganz wundervoll durch grüne Landschaft, und zwar auf dem Spreeradweg, der hier eine Weile nicht an der Spree lang läuft; das war wohl baulich nicht machbar. Ab Gallinchen begleitet er die Spree aber wieder.

Foto frei laufende Schafe auf dem Spreeradweg bei Madlow
Auch die frei laufenden Schafe finden den Spreeradweg fein (hier bei Madlow)

Danach geht´s straight Richtung Cottbus bzw. Branitzer Park, der ja ein paar Kilometer vor der Stadt liegt. Er ist schon der zweite Fürst-Pückler-Park auf meiner Radtouren-Webseite (der erste in Bad Muskau, siehe Radtour 88). Meine Strecke zeigt dir eine kompakte Runde durch den Park, die die wichtigsten Stationen enthält: Das kleine aber feine Barock-Schloss Branitz, die Wasserlandschaft und die Pyramiden. Natürlich steht dir frei, die Runde zu erweitern.

Schloss Branitz im Branitzer Park bei Cottbus
Schloss Branitz im Branitzer Park bei Cottbus
Foto von Schloss Branitz von hinten
…und hier die Rückseite des Schlosses
Foto von einer der Pyramiden im Branitzer Park
Eine der Pyramiden im Branitzer Park

Auf dem Weg nach Cottbus passieren wir noch seitlich den Spreeauenpark, es ist gegen kleinen Eintritt aber auch möglich, hineinzugehen.
Nach diesem Park sind wir schon direkt am Cottbusser Stadtring; du kannst ihn überqueren, um noch meine (oder deine eigene) Rundtour durch das Stadtzentrum zu machen – meine findest du in Radtour 104 – oder ihn links fahren (also Stadtring Richtung Westen), um zum Hauptbahnhof zu gelangen; noch etwas näher ist der kleine Bahnhof Cottbus-Sandow, aber dann musst du am Hbf umsteigen.
Ich empfehle die Besichtigung wärmstens, unter anderem das riesige, beeindruckende Staatstheater (siehe Foto ganz oben).

Grobe Streckenführung:
Bahnhof Spremberg – Zentrum – Poststraße – NIBG-Radweg (Niederlausitzer Bergbau-Tour) – Cantdorf – Bühlow – Groß Oßnig – Kutzeburger Mühle – Branitzer Park – Cottbus Stadtring – Hauptbahnhof Cottbus

Die perfekte Verlängerung dieser Route liefert Radtour 91!

Zur Karte:
Sie enthält eine Runde durch den Branitzer Park mit den wichtigsten Stationen.

Download file: Rt90_Spremberg_Talsperre_Branitzer_Park_Cottbus.gpx

© Beatrice Poschenrieder

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