Radtour 90: Perlen der Niederlausitz: Spremberg – Talsperre – Branitzer Park – Cottbus

Staatstheater Cottbus, Schillerplatz
Das imposante Staatstheater von Cottbus

Zwischen den interessanten Städten Spremberg und Cottbus liegt eine tolle Radroute, u.a. mit einem Fürst-Pückler-Park

Super bei Südwind, ok bei Südost-Wind, Gesamtlänge: 37 km; Strecke abkürzen: Ohne Rundgang durch Cottbus 32,5 km; ohne Runde durch Cottbus und Branitzer Park 30 km

Ganz zum Start dieser Tour radeln wir vom Bahnhof Spremberg quer durch die Stadt zum zweiten Arm der Spree; der Fluss teilt sich nämlich direkt nördlich des Stadtkerns und umfließt / umschließt diesen, das heißt, wir überqueren den ersten Arm, fahren mitten durchs Zentrum und biegen direkt vor dem zweiten Arm rechts ab auf den offiziellen Radweg Richtung Cantdorf und Talsperre.
Wenn du mehr von Spremberg (die übrigens “Perle der Lausitz” genannt wird) sehen willst, findest du Vorschläge und Fotos in Radtour 69 und Radtour 65.
Auf dieser Route radeln wir quasi parallel zur Spree von der Spreestadt Spremberg zur Spreestadt Cottbus (die wiederum die “Perle der Niederlausitz” ist), ganz nah ans Wasser gelangen wir aber nur stellenweise, etwa am hübschen sog. Südstrand ein paar km südlich der Talsperre. Die Strecke ist trotzdem super, denn sie führt größtenteils auf Radstraßen durch schöne Wälder und Landschaften, u.a. durch das “Naturschutzgebiet Talsperre Spremberg”.

Talsperre Spremberg, gesehen von der Badestelle / Badestrand auf der Ostseite vom Stausee bei Klein Döbbern
Talsperre Spremberg, geknipst aus 1,5 km Entfernung

Die Talsperre Spremberg hat eine gewisse Berühmtheit, nicht nur weil sie die mit Abstand größte in Brandenburg ist und die viertgrößte in Deutschland, sondern auch weil sie in der damaligen Zeit aufgrund der geologischen und topografischen Situation sehr schwer zu bauen war – Überlegungen dazu gab es schon um 1920, weil spreenahe Teile des Spreewalds mehrmals im Jahr Überschwemmungen aufwiesen und diese die Ernten zunichte machten, erste Vorbereitungen gab es erst zu Beginn der 50er Jahre, und der Bau der Talsperre dauerte sieben Jahre! (1958 bis 1965)
Leider kommt man als Nichtbefugter nicht direkt an oder auf den Staudamm, aber an zwei Stellen dieser Radroute kannst du sie gut sehen und einen Eindruck des gewaltigen Ausmaßes bekommen. (Übrigens gibt es auch zwei Badestellen mit Strand am nördlichen und breitesten Ende vom Stausee, eine westlich, eine östlich.)
Danach geht´s straight Richtung Cottbus bzw. Branitzer Park, der ja ein paar Kilometer vor der Stadt liegt. Er ist schon der zweite Fürst-Pückler-Park auf meiner Radtouren-Webseite (der erste in Bad Muskau, siehe Radtour 88). Meine Strecke zeigt dir eine kompakte Runde durch den Park, die die wichtigsten Stationen enthält: Das kleine aber feine Barock-Schloss Branitz, die Wasserlandschaft und die Pyramiden. Natürlich steht dir frei, die Runde zu erweitern.

Schloss Branitz im Branitzer Park bei Cottbus
Schloss Branitz im Branitzer Park bei Cottbus

Auf dem Weg nach Cottbus passieren wir noch seitlich den Spreeauenpark, es ist gegen kleinen Eintritt aber auch möglich, hineinzugehen.
Nach diesem Park sind wir schon direkt am Cottbusser Stadtring; du kannst ihn überqueren, um noch meine (oder deine eigene) Rundtour durch das Stadtzentrum zu machen, oder ihn links fahren (also Stadtring Richtung Westen), um zum Hauptbahnhof zu gelangen; noch etwas näher ist der kleine Bahnhof Cottbus-Sandow, aber dann musst du am Hbf umsteigen.
Ich empfehle die Besichtigung wärmstens, unter anderem das riesige, beeindruckende Staatstheater (siehe Foto ganz oben).

Grobe Streckenführung:
Bahnhof Spremberg – Zentrum – Poststraße – NIBG-Radweg (Niederlausitzer Bergbau-Tour) – Cantdorf – Bühlow – Groß Oßnig – Kutzeburger Mühle – Branitzer Park – Cottbus Stadtring – Stadion der Freundschaft – Zentrum – Hauptbahnhof Cottbus

Die perfekte Verlängerung dieser Route liefert Radtour 91!

Zur Karte:
Sie enthält
1) eine Runde durch den Branitzer Park mit den wichtigsten Stationen,
2) eine kurvige Strecke durch Cottbus, die dir einen ersten Eindruck dieser großen Stadt vermittelt.

© Beatrice Poschenrieder

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