Radtour 82: Ostprignitz-Ruppin-Tour ab Wittstock via Rheinsberg nach Neuruppin

Rheinsberg, Panorama-Foto von oben mit Schloss und See
Rheinsberg von oben: Links direkt am See das Schloss. Foto von Maximilian Schönherr

Schöne Radroute von der Bischofsstadt Wittstock durch Ostprignitz-Landschaft nach Rheinberg und ins Stechlin-Ruppiner Land

Gut bei Nordwest-Wind, Gesamtlänge: 64 km
Strecke abkürzen: Nur bis Bahnhof Rheinsberg: 41 km

Meine Strecke führt zwar ab dem Bahnhof Wittstock auf dem direktesten Weg durch die Stadt und raus Richtung Randow, aber wenn du Wittstock (Dosse) noch nicht kennst, empfehle ich dir wärmstens die Besichtigungsroute von Radtour 81!
Nach Wittstock und Randow kommen wir durch sehr ruhige ländliche Gegend und Dörfer mit so lustigen Namen wie Berlinchen, Dranse, Schweinrich und Flecken Zechlin.

Die Dorfkirche von Schweinrich (zwischen Wittstock und Rheinsberg), Feldstein und Backstein
Die Dorfkirche von Schweinrich: Interessante Mischung aus Feldstein und Backstein

Am Ende von Flecken Zechlin gibt es linkerhand einen wundervollen Aussichtspunkt hoch über dem Schwarzen See, auf den du hinunterschauen kannst. Hier beginnt auch (in unserer Route) das sog. Neustrelitzer Kleinseenland, ein sehr großes, gewässerreiches, waldreiches Gebiet, das einen Teil der Meckenburgischen Seenplatte umfasst (auch Neustrelitz, logisch) sowie u.a. Fürstenberg, Lychen und Rheinsberg. Ich hatte ja in Radtour 45 schon erwähnt, wie reich an kleinen und größeren Seen die Gegend um Fürstenberg, Lychen und Templin ist – hier ist das auch so. Leider gibt´s auch überaus viel Wald, sodass man den Seenreichtum nur zum Teil sehen kann.

Aussichtspunkt Schwarzer See, Flecken Zechlin
Aussichtspunkt Schwarzer See, Flecken Zechlin

Jetzt kommt noch ein “Leider”: Die Radstraße auf einer ehemaligen Bahnstrecke zwischen Dorf Zechlin und Rheinsberg wäre eigentlich herrlich, wenn nicht der Asphalt an Hunderten von Stellen durch die von unten heraufdrückenden Baumwurzeln verformt wäre. Und leider sieht man diese Wellen und Bruchstellen oftmals nicht gut, weil zum Teil der Wald sehr dicht ist und die Sicht verdunkelt. Radle also ja nicht zu schnell und pass gut auf!
Das selbe gilt übrigens (womit wir beim dritten “Leider” wären) auch für das Stück Radstraße nach Rheinsberg ungefähr ab Untermühle bis Zippelsförde. Es wäre echt entspannt und entspannend, auf diesen schnurgeraden Radwegen durch die Wälder zu gondeln, wenn die Hubbel nicht wären! Naja, schön ist es trotzdem, und man muss ja nicht immer rasen.
Ein Highlight auf der Strecke ist natürlich Rheinsberg, das idyllische Städtchen am See mit dem Schloss und dem Schlosspark, dem der Schriftsteller Tucholsky zu Recht sein Werk “Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte” widmete.
Lustigerweise liegt Rheinsberg gar nicht am Rheinsberger See (der genau genommen Großer Rheinsberger See heißt), sondern am deutlich kleineren Grienericksee.
Ich habe jetzt auf dieser Radtour keine Runde durch die Stadt, an den See und ums Schloss eingebaut (in den Schlosspark darf man das Rad eh nicht mitnehmen), weil ich Rheinsberg schon kenne und an dem Tag die Radtour 81 plus diese hier in einem gemacht und in Wittstock bereits viel Zeit verbracht hatte. Aber schau dir Rheinsberg ruhig an; da es recht klein und übersichtlich ist, dauert das nicht lange; man findet leicht hinein und leicht auch wieder heraus. Fahr am Ende des Schlossparks nicht rechtsrum wie auf meiner Route, sondern links, dann kommst du automatisch ins Zentrum und kannst auch gut sehen, wo´s zum Wasser geht.
Die Endstation, Neuruppin, lohnt eigentlich auch einen Rundgang; also wenn du noch Zeit und Puste hast, schau bei meiner Radtour 29 auf die Karte.

Grobe Streckenführung:
Wittstock (Dosse) Bahnhof – Röbeler Straße – Haßlower Chaussee – Randow – Berlinchen – Dranse – Schweinrich – Alt Lutterow – Flecken Zechlin – Dorf Zechlin – Linow – Rheinsberg – Untermühle – Zechow – Rheinshagen – Zippelsförde – Krangen – Altruppin – Neuruppin Seedamm – Bahnhof Rheinsberger Tor

Zur Karte:

© Beatrice Poschenrieder

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